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busplaner begleitet die Abholung eines Setra-Reisebusses


Der Kauf eines neuen Busses ist für viele Unternehmer nicht nur eine Freude, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. busplaner begleitete Busunternehmer Christian Weber bei der Abholung seines neuen „Setra S 516 HD/3“ in Ulm und gibt Tipps zur Finanzierung

Glänzend steht er in der Sonne. Ganz frisch, noch unbenutzt und wartet auf die ersten Fahrgäste, die sein Schicksal und gleichzeitig seine Passion sind. Und diese nähern sich langsam. Begutachtend, wohlwollend nickend und in freudiger Erwartung, den „Neuen“ als Erste zu testen. Denn der 13 Meter lange „Setra S 516 HD/3“ steht schon in den Startlöchern, um seine Geburtsstätte, die Setra-Fertigung in Neu-Ulm, zu verlassen und in seiner vorbestimmten Heimat, dem Betriebshof der Weber Bustouristik GmbH mit Sitz in Achern, sesshaft zu werden – zumindest solange, bis es wieder auf Reisen geht.


"Zuerst wird der neue Bus die Insel Elba ansteuern“, erklärt Christian Weber, Geschäftsführer von Weber Bustouristik und neuer Besitzer des nagelneuen Fahrzeugs, das neben einer 48 + 1 + 1 Bestuhlung eine Mittelküche, ein automatisiertes Schaltgetriebe, eine Toilette, einen Spurassistenten, einen Abstandsregeltempomat und einen Euro-6-Motor mit 315 Kilowatt bietet. Es wird der neunte Bus in seinem Fuhrpark werden, den Weber sein Eigen nennt. Einer davon stammt von der MAN Truck & Bus AG in München, die anderen acht von Setra.

Das Unternehmen, das zu der Daimler AG, Stuttgart, gehört, hat im Jahr 2016 rund 3.000 Setra Überland-Reisebusse an seine Kunden ausgeliefert – das beste Ergebnis seit der Unternehmensgründung im Jahr 1995, erklärt eine Sprecherin gegenüber busplaner. Unter anderem spüre man die Dynamik im Fernbusgeschäft. Der Trend ginge dabei zu hochwertig ausgestatteten Vier-Sterne-Reisebussen. Besonders gefragt seien Ausstattungskomponenten wie unter anderem WLAN sowie Ladebuchsen für mobile Endgeräte, die in den Sitzen verbaut sind. Im Jahr 2016 lag das Produktionsvolumen nach Herstellerangaben am Standort Neu-Ulm mit rund 2.700 Einheiten leicht über dem Vorjahreswert von rund 2.500.

Finanzierung mit Hilfe der Bank
Christian Weber sowie seine Frau Claudia sind seit ihrer Firmengründung im Jahr 2000 dem Ulmer Unternehmen treu geblieben. „Eigentlich sollte alle ein bis zwei Jahre ein neuer Bus kommen, um den neuesten Standard, den die Kunden sehr schätzen, halten zu können. Nun hatten wir schon zwei Jahre keinen mehr. Da wurde es Zeit“, begründet Weber den Kauf des neuen Fahrzeugs, das von der gbk - Gütegemeinschaft Buskomfort e. V., Böblingen, mit vier Sternen zertifiziert ist. Finanziert hat der Chef von rund 25 Mitarbeitern das circa 405.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer teure Gefährt mit Hilfe seiner Bank. Innerhalb von acht Jahren wird er sein neues Fuhrparkmitglied abzahlen, erklärt der 50-Jährige. Für ihn die beste Anschaffungsmethode, die der Markt bietet, aber dies müsse jeder Busunternehmer für sich selbst entscheiden.

Neben dem Kauf besteht laut Dieter Kuckluck, Generalvertretung Setra Omnibusse, Buchenbach, noch die Möglichkeit des Leasings oder der Miete, wenn sich Busunternehmer für ein neues Modell entscheiden. „Es empfiehlt sich, den Steuerberater zu fragen, welche Finanzierungsmethode für das eigene Unternehmen am besten geeignet ist“, rät Kuckluck. Ein geleastes Fahrzeug werde nämlich steuerrechtlich anders eingeplant, als ein gekauftes.

Dennoch sei das Leasing eher die Ausnahme, so der Experte. Zumindest in seinem Kundenkreis. Rund 100, meist mittelständische Unternehmen betreut Kuckluck im südbadischen Bereich – darunter schon 15 Jahre lang die Familie Weber, denen er bereits den siebten Bus verkauft hat. Beim Kunden vor Ort ist er Berater und auch Vermittler von Ansprechpartnern je nach gewünschtem
Finanzierungsmodell. „Interessenten können auch mit der Mercedes-Benz-Bank in Kontakt treten und sich bei der Anschaffung beraten und unterstützen lassen“, führt der Experte weiter aus (siehe Kasten auf Seite 19).

Klärung von Designwünschen

Nach der Klärung der Finanzierung spricht Kuckluck mit den Interessierten Ausstattungs- und Designwünsche ab. Dies könne relativ schnell gehen, sich aber auch über Wochen hinziehen. Sind die Entscheidungen getroffen, geht es für beide Parteien direkt zu Setra, wo diese Details geklärt werden. Bei Webers wurde es letztendlich ein Bestandswagen, der in der Setra-Produktion schon eingeplant war und als Vorführwagen eingesetzt werden sollte. Ihr Glück: Es bestand bei der Bestellung Anfang 2017 die Möglichkeit, das Design und die Ausstattung noch anzupassen.

Ein entscheidendes Kriterium für die Käufer, die auf einen Hingucker mit Wiedererkennungswert setzen: Beide Busflanken werden von den Lofoten, einer Inselgruppe in Norwegen, geschmückt, die dem Fahrzeug eine individuelle Note geben sollen. „Der Bus passt somit ganz genau zu der Person, die ihn steuert“, verrät Weber, der für jeden Bus einen festen Fahrer einplant. Andreas Braun, seit 2004 für die Familie Weber auf Tour, fährt zweimal im Jahr in den hohen Norden, einmal acht Tage nur nach Norwegen und einmal 15 Tage, in denen er ganz Skandinavien unter die Räder nimmt. Von „seinem“ individuell auf ihn zugeschnittenen Bus ist der 57-Jährige begeistert, auch wenn es bei dem Hersteller doch nur eines von vielen Fahrzeugen ist.

Abholfahrt als Event
Denn laut Dieter Kuckluck verlassen fast jeden Tag mehrere Fahrzeuge das Werk. Ausländische Käufer holen die Fahrzeuge per Spedition ab. Deutsche Unternehmer, wie Christian Weber, kommen selbst vorbei – und bringen dazu Gäste mit. Bereits zum fünften Mal haben die Webers ein Event aus der Abholfahrt gemacht und Freunde, langjährige Kunden sowie Mitarbeiter eingeladen, sie auf der Fahrt nach Ulm zu begleiten. Heuer sind es 46 Personen, die den Bus auf seiner Reise in sein neues Zuhause Geleit geben und schon einmal einen ersten Eindruck von dem neuen Flaggschiff erhalten.

Eine davon ist Elke Kapp, Vorsitzende des Männerchores Hanauerland e. V., und langjährige Kundin der Webers. Bereits zehnmal war sie mit dem Unternehmer auf Tagesfahrten unterwegs und ist stets sehr zufrieden. „Die Organisation der Reisen ist immer sehr gut und auf den neuen Bus freuen wir uns schon jetzt“, schmunzelt die 68-Jährige, der ein komfortables Reisen wichtig ist. Auch Edgar Hienzle, Mitglied der Krippenfreunde Offenburg, schätzt den Komfort der Weber-Busse, wenn er mit seiner Gruppe auf Tagesfahrten zu den verschiedensten Krippenausstellungen geht.

Auch die Reise nach Ulm hat es ihm angetan: „Die Werksführung bei Setra war sehr interessant und die ganze Fahrt gut geplant“, kommentiert der 79-Jährige den Ausflug, der für die Mitreisenden noch einen Einblick in die Busfertigung und das Betriebsgelände von Setra bot. Erst im Anschluss wurde der Grund des Ausflugs enthüllt: Nach heruntergezähltem Countdown fällt der rote Vorhang, der das Objekt der Begierde den prüfenden Blicken der künftigen Nutzer freigibt.

„Wir sind froh, dass er den Kunden gefällt“, strahlt Christian Weber erleichtert, bevor er zur Heimfahrt in den Setra steigt und Fahrer Andreas Braun hinter dem Lenkrad Platz nimmt, um die ersten Kilometer mit dem neuen Familienmitglied unter die Räder zu nehmen. Julia Lenhardt

 
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