2. Bus-Aktionstag am 17. Juni in Berlin

Martina Weyh

240.000 Jobs weiter in Gefahr, für die Branche ist es bereits fünf nach zwölf – Rettungsmaßnahmen, die zügig greifen, müssen endlich her.

Der staatlich verordnete Stillstand der Reisebusse kostet täglich 2,3 Millionen Euro, so beziffert Karl Hülsmann, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), die horrenden Verluste in der Busbranche.

Passgenaue Soforthilfen benötige das mittelständische Busgewerbe, keine Kredite. Auch der Flickenteppich bezüglich der Lockerungsregelungen sei kontraproduktiv für die Unternehmen –  deshalb fordern die Verbände einheitliche Bedingungen in Deutschland und eine Gleichbehandlung mit Bahn und Flugzeug. Die unterschiedlichen Regeln seien eine Zumutung für Reisende und Unternehmer gleichermaßen und kein Ausdruck von Föderalismus, sondern vollendetes Chaos, ist von den Spitzenverbänden zu hören. Die Politik sei am Zug.

Lautstark und unübersehbar zahlreich werden die Busunternehmen deshalb am 17. Juni auf Berlins Straßen erneut für ihre Existenz kämpfen.

(Video vom 1. Aktionstag am 27. Mai 2020 in Berlin von Rüdiger Schreiber)