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ioki: Auf Tour im autonomen Shuttle

Johannes Reichel

Nicht nur auf der Pilotstrecke im niederbayerischen Bad Birnbach, sondern auch auf dem Euref-Campus in Berlin-Schönefeld ist der autonome Shuttle des französischen Spezialisten Easy Mile in Diensten von ioki und der BVG schon unterwegs.

Wir waren mit auf Tour – und angetan vom unspektakulären Fortkommen. Laut unserer Fahrtbegleiter ist das System derzeit noch sehr defensiv ausgelegt, was erklärt, dass der Shuttle-Bus, besetzt mit zehn von 15 zulässigen Passagieren, vor einem Betonbeet lieber mehr Abstand wahren wollte, als man es selbst für nötig gehalten hätte. Bei solchen Situationen müssen die Entwickler noch manuell eingreifen und per Joystick-Bedienung feinregulieren. Auch einen Fahrradfahrer lässt man lieber in sicherer Distanz passieren. Im Hintergrund wacht zudem Easy Miles Flottenmanagement Software in Echtzeit über den Fahrtverlauf.

Ansonsten macht die Kombination aus Radar-Lidar- und Kamerasensoren, Kartendaten und GPS einen erstaunlich präzisen Job. Dann geht die Fahrt, begleitet von einem Tram-Bahn-artigen Warnton fast ruckfrei und äußerst komfortabel weiter. Man sitzt auf den Bänken kommunikativ nebeneinander – oder steht mit soliden Haltegriffen oder Anlehnmöglichkeiten sicher im Fahrzeug, genießt die gute Sicht durch die riesigen Glasflächen und den Ausstieg erleichtert ein fast ebenerdiger Boden sowie weit aufschwingende Drehflügeltüren. Die rechtwinkeligen Ecken des Campus-Areals nimmt das vollelektrisch angetriebene 2,8-Tonnen-Fahrzeug in sanfter Gleichmäßigkeit.

Praktischerweise hat auf dem Campus auch ein kleines Team des Herstellers aus Toulouse, an dem seit 2017 auch Conti beteiligt ist, seinen Sitz. So wird schnell und auf kurzen Wegen nachjustiert. Unser Fazit: Man wird sich sehr schnell gewöhnen an die Bus-Fahrt ohne Fahrer.
|Musik: bensound

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