WBO schreibt Brandbrief an Verkehrsminister Hermann

Um die regionalen Busbranche zu stützen, hat der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) einen Rettungsschirm für den ÖPNV gefordert.

Dringende Hilfe tut not – der Branchenverband WBO bittet Verkehrsminister Hermann schnell zu intervenieren, um die privaten Omnibusunternehmen zu stützen. (Foto: pixabay)
Dringende Hilfe tut not – der Branchenverband WBO bittet Verkehrsminister Hermann schnell zu intervenieren, um die privaten Omnibusunternehmen zu stützen. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Mit der Bitte um dringende Hilfestellungen für die Branche hat sich der der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) in einem Brandbrief an Verkehrsminister Hermann gewendet.

Die privaten Busunternehmen im Ländle seien von den Auswirkungen der Corona-Krise in besonderem Maße betroffen, Anders als im Eisenbahnverkehr, wo das Land das Einnahmerisiko trage, seien die Unternehmen in hohem Maße auf Ticketeinnahmen von Fahrgästen angewiesen, die sich jedoch durch die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in freiem Fall befänden. Auch wenn die Unternehmen Leistungen deutlich zurückfahren, bliebe ein Großteil der Kosten unverändert.

„Busunternehmen können die Krise nicht einfach aussitzen. Sie haben viel gebundenes Kapital durch Investitionen in Fahrzeuge und Betriebshöfe. Diese Kredite müssen bedient werden. Wie soll das gehen, wenn kein Geld reinkommt?“, fragt WBO-Geschäftsführer Dr. Witgar Weber.

Überlebenswichtig sei für die privaten Busunternehmen jetzt schnelles Handeln und vor allen Dingen ein einheitliches Vorgehen von Land und Aufgabenträgern. Manche Landkreise seien sich dabei laut WBO ihrer Verantwortung bewusst, andere nicht.

„Selbst Gelder, welche die Kreishaushalte nicht belasten, sondern voll vom Land kommen, werden an die Bedingung geknüpft, dass weiterhin volle Lohnfortzahlung an alle Beschäftigten erfolgt, auch wenn sie für den eingeschränkten Betrieb nicht erforderlich und deshalb auf Kurzarbeit sind“, beschreibt Weber die aktuelle Situation.

Damit die Dinge nicht weiter aus dem Lot gerieten, müssten die Gelder zum Erhalt der Liquidität ohne Vorbedingungen fließen, fordert der WBO, denn sonst bliebe den Unternehmen nur die komplette Einstellung des Betriebs und anschließend die Kündigung der Verbundverträge. Dann sei der öffentliche Nahverkehr vor Ort am Ende.

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