WBO und IGP gründen Einkaufsgemeinschaft Busse

Damit sollen Skaleneffekte erreicht werden.

Repräsentieren die Einkaufsgemeinschaft Busse: v.l. Klaus Sedelmeier, WBO-Vorsitzender und IGP-Vorstand, Katja Fellmeth, kaufmännische Leitung IGP, Yvonne Hüneburg, WBO-Geschäftsführerin und IGP-Vorständin, sowie Franz Schweizer, stellvertretender WBO-Vorsitzender und IGP-Genosse. (Foto: WBO)
Repräsentieren die Einkaufsgemeinschaft Busse: v.l. Klaus Sedelmeier, WBO-Vorsitzender und IGP-Vorstand, Katja Fellmeth, kaufmännische Leitung IGP, Yvonne Hüneburg, WBO-Geschäftsführerin und IGP-Vorständin, sowie Franz Schweizer, stellvertretender WBO-Vorsitzender und IGP-Genosse. (Foto: WBO)
Claus Bünnagel

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) und die Interessengemeinschaft des Personenverkehrsgewerbes in Baden-Württemberg eG (IGP) haben eine Einkaufsgemeinschaft (EG) Busse gegründet. Die Geschäfte führen WBO-Vorsitzender Klaus Sedelmeier sowie WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg, beide Vorstandsmitglieder der IGP. Damit greifen WBO und IGP den Ball des Landesverkehrsministeriums auf, das angeregt hatte, die Beschaffung von Bussen in Baden-Württemberg in größeren Einheiten zu tätigen, um in diesem neuen Bereich Standardisierung zu fördern und damit Skaleneffekte, sprich Kostenvorteile zu erzielen.

Zum Hintergrund: Das Landesmobilitätsgesetz – dessen Entwurf innerhalb der Regierungskoalition von Grünen und CDU umstritten ist – will insbesondere im ländlichen Raum die Antriebswende forcieren. In Baden-Württemberg wird ÖPNV mit Bussen insbesondere von mittelständischen Unternehmen erbracht – von mehr als 250 Betriebshöfen aus, die diese Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten mit Hilfe von Landesmitteln hierfür gebaut haben.

Wir sehen in der Verkehrswende mehr als nur die Umstellung auf E- oder Wasserstoffbusse. Gerade im ländlichen Raum sind klimaneutrale Kraftstoffe beziehungsweise Biogasbusse – in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft – als Brückentechnologie absolut sinnvoll und effektiv. (WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg)

Der WBO teilt die Meinung des Verkehrsministeriums, dass E- oder Wasserstoffbusse insbesondere in den Städten zum Klimaschutz beitragen werden. „Dort werden langfristig Dieselflotten transformiert werden“, heißt es aus dem Verband.