Erster netzdienlicher 5-Megawatt-Elektrolyseur startet Wasserstoff-Produktion in Pfeffenhausen

Der 5-Megawatt-Elektrolyseur der Hy2B Wasserstoff GmbH in Pfeffenhausen soll mit dem erzeugten Wasserstoff unter anderem Brennstoffzellen-Busse des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) versorgen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Dr. Tobias Brunner, Geschäftsführer Hy2B Wasserstoff GmbH. (Foto: Elke Neureuther/StMWi)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Dr. Tobias Brunner, Geschäftsführer Hy2B Wasserstoff GmbH. (Foto: Elke Neureuther/StMWi)
Franziska Neuner

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bei der Einweihung des ersten netzdienlichen Elektrolyseurs auf dem Gelände des zukünftigen Wasserstoff Technologie- und Anwenderzentrums (WTAZ) in Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) zuversichtlich zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Bayern geäußert.

 „Die Inbetriebnahme des 5-Megawatt-Elektrolyseurs ist ein weiterer großer Meilenstein der Energiewende im Freistaat. Die Verbindung von Wasserstofferzeugung, Verteilung und Nutzung an Tankstellen verdeutlicht die Vielseitigkeit des Energieträgers Wasserstoff und die Möglichkeit zur Schaffung regionaler Wasserstoffkreisläufe. Das zukünftig angrenzende Wasserstoffzentrum wird die Weiterentwicklung und Standardisierung von Komponenten im Wasserstoff-Mobilitätssektor vorantreiben. Als ein künftiger Nutzer des hier regional erzeugten Wasserstoffs wird das WTAZ wesentlich dazu beitragen, die Verkehrswende in Bayern zum Erfolg zu führen", so der bayrische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Pfeffenhausen soll Brennstoffzellen-Busse des MVV versorgen

Der in Pfeffenhausen erzeugte Wasserstoff wird ab Betriebsstart Brennstoffzellen-Busse des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) versorgen und an zwei Nutzfahrzeug-Tankstellen im Landkreis München geliefert. Gesellschafter der Hy2B Wasserstoff GmbH sind unter anderem die Landkreise Landshut und München.

"Mit dem Projekt können jährlich mehrere hundert Tonnen grüner Wasserstoff erzeugt und in stationären und mobilen Anwendungen mehr als 4.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Sogar eine Verdopplung dieser Leistung wird eingeplant und so bereits frühzeitig für die zukünftig steigende Nachfrage vorgesorgt. Damit können wir hier vor Ort erleben, wie unser Wohlstand gesichert und eine saubere Zukunft geschaffen wird. Bayern hat sich unter meiner Federführung früh für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eingesetzt. Jetzt erleben wir eine wachsende Dynamik“, sagte Aiwanger.

Strom vorwiegend aus Photovoltaik-Freiflächenanlage

Der 5-Megawatt-Elektrolyseur der Hy2B Wasserstoff GmbH soll durchschnittlich 1.200 Kilogramm grünen Wasserstoff am Tag erzeugen. Der grüne Strom soll vorwiegend aus einer angeschlossenen Photovoltaik-Freiflächenanlage kommen und später auch aus Windkraftanlagen in der Umgebung. Der Strom wird insbesondere dann geliefert, wenn das Netz ausgelastet ist und keinen weiteren Strom aufnehmen kann. Dadurch wird eine Abnahme des erzeugten Stroms garantiert und eine Abschaltung der erneuerbaren Energieerzeugungsanlage aufgrund von Netzengpässen reduziert.