ADAC-Tipps für einen kühlen Kopf

Allzeit gute Fahrt - auch bei sommerlichen Höchsttemperaturen - speziell für Berufskraftfahrer hat der ADAC zehn Hitzetipps.

Wie Busfahrer bei Temperaturen über 30 Grad einen kühlen Kopf behalten, verrät der ADAC. (Foto: pixabay)
Wie Busfahrer bei Temperaturen über 30 Grad einen kühlen Kopf behalten, verrät der ADAC. (Foto: pixabay)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei Transport von Anna Barbara Brüggmann)

Wird es sommerlich heiß auf den Straßen, steigt der Stresspegel für Mensch und Material – und damit die Unfallgefahr für alle am Verkehrsgeschehen Beteiligten, darauf verweist der ADAC und gibt Empfehlungen für Berufskraftfahrer.

  • Berufskraftfahrer sollten selbst in akuten Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren, da sie große Verantwortung tragen. Aus diesem Grund sollten Tablets und Handys in der Ablage verstaut und nicht am Steuer verwendet werden.
  • Beim Essen empfiehlt es sich, auf zu schwere, fetthaltige und üppige Mahlzeiten zu verzichten. Kohlenhydrate fördern hingegen nach Angaben des ADAC die Konzentrationsfähigkeit, ideal bei Hitze sei eine leichte Kost mit viel Obst, Salat oder rohem Gemüse, kleinere Portionen sowie ausreichend Flüssigkeit.
  • Zu wenig Flüssigkeitszufuhr kann schnell zu Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch Konzentrations- und Reaktionsschwäche führen. Berufskraftfahrer sollten daher an heißen Tagen drei Liter Flüssigkeit trinken, am besten Wasser oder Saftschorlen, Zitronenwasser oder ungesüßten Tee. Eisgekühlte Getränke kühlen nur kurzfristig und bewirken dem Pannendienst zufolge eher das Gegenteil: Man schwitzt stärker, da der Körper den Temperaturunterschied ausgleichen muss.
  • Neben Hitze kann auch schlechter Schlaf die Konzentration beeinträchtigen und damit das Unfallrisiko deutlich erhöhen. Empfohlen wird eine tägliche Schlafroutine sowie ein Check beim Arzt, falls man sich dauerhaft müde fühlt.
  • Auch die Klimaanlage sollte richtig eingestellt werden, maximal sechs Grad sollte der Temperaturunterschied zur Außentemperatur betragen. Eine zu starke Kühlung des Körpers verschafft nur kurzfristig Linderung und kann auf Dauer Kreislaufprobleme verursachen. Am besten sei es, vor dem Losfahren für Frischluftzufuhr zu sorgen und zu Beginn der Fahrt die Fenster zu öffnen.
  • Beim Parken oder Fahren in der prallen Sonne kann ein Sonnenschutz, wie zum Beispiel eine temperaturabweisende Fensterabdeckung hinter der Windschutzscheibe hilfreich sein. Den Effekt von Verdunstungskälte könne man sich durch spezielle Körpersprays oder ein vorgekühltes T-Shirt aus dem Kühlschrank zu Nutzen machen. Hilfreich sei auch, kaltes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen oder die Beine mit kühlendem Gel einzucremen und in den Pausen hoch zu lagern.
  • Prinzipiell sollte auf Warnzeichen des Körpers, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit oder Übelkeit geachtet werden. In diesen Fällen gilt: Sofort anhalten, in den Schatten begeben, Flüssigkeit zu sich nehmen und im Notfall einen Arzt verständigen. Der ADAC verweist in diesem Zusammenhang auf die Notrufsäulen auf der Autobahn sowie die kostenfreie Doc Stop-Hotline, über die der Kontakt zum nächstgelegenen Arzt vermittelt werden kann.
  • Klettert das Thermometer für längere Zeit deutlich über 30 Grad Celsius, kann die Asphalttemperatur auf 40 bis 60 Grad Celsius ansteigen. Deshalb sollte die Reifentemperatur kontrolliert werden. Die Reifen werden weicher, stimmt der Luftdruck nicht, verschleißen sie schneller, überhitzen oder können sogar Feuer fangen. Als wichtige Hitzeregel gilt daher, spätestens alle zwei Wochen den Fülldruck an den kalten Reifen und Reserverädern zu überprüfen und auf Beschädigungen zu achten.
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