DTV fordert Tests anstelle von Beherbergungsverboten

Der Branchenverband sieht die Zukunft düster, wenn es der Politik nicht gelingt, passende Rettungsprogramme auf den Weg zu bringen.

„Wir brauchen mehr Tests. Dafür gibt es aber immer noch keine ausreichenden Kapazitäten. Das führt dazu, dass viele Reisewillige unsicher sind. Stornierungen und Rechtsunsicherheiten sind die Folge“, beschreibt der DTV die aktuelle Lage. (Foto: pixabay)
„Wir brauchen mehr Tests. Dafür gibt es aber immer noch keine ausreichenden Kapazitäten. Das führt dazu, dass viele Reisewillige unsicher sind. Stornierungen und Rechtsunsicherheiten sind die Folge“, beschreibt der DTV die aktuelle Lage. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Alarmstufe Rot – so beurteilt der Deutsche Tourismusverband (DTV) die derzeitige Lage in der deutschen Tourismusbranche und hält Beherbergungsverbote für das falsche Mittel.  

„Der Deutschlandtourismus ist in einer absoluten Notsituation. Wenn die Politik jetzt nicht das Prinzip „Tests statt Beherbergungsverbote“ auf den Weg bringt und die Branche mit passenden Rettungsprogrammen unterstützt, werden für viele Betriebe Herbst und Winter die letzte Saison sein, beschreibt DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz die aktuelle Situation.

Auch ohne die Beherbergungsverbote seien viele Gastgeber jetzt finanziell am Limit, da es immer noch keine wirksamen spezifischen Hilfen für die Betriebe gebe.  Viel zu bürokratisch seien die bisherigen Überbrückungshilfen, die von den Betrieben kaum abgerufen werden konnten, urteilt der Verband. Beispielsweise würde das besondere Saisongeschäft im Tourismus dabei gar nicht berücksichtigt.

Mit 35 Mrd. Euro beziffert der DTV die Umsatzverluste der Branche allein bis Juni – und fordert ein Tourismusrettungspaket, dass greift. Der Branchenverband plädiert für eine Taskforce aus Politik, Medizinern und Fachleuten aus der Branche, um gemeinsam sichere und praktikable Lösungen für die arg gebeutelten Tourismusbetriebe zu finden.

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