Weltweite Reisewarnung wird aufgehoben

Der DRV begrüßt die Rückkehr zu differenzierten Reisehinweisen – Tourismusmotor kann anlaufen.

Langsam öffnen sich die Ländergrenzen weltweit wieder. (Foto: Pixabay/Yvonne Huijbens)
Langsam öffnen sich die Ländergrenzen weltweit wieder. (Foto: Pixabay/Yvonne Huijbens)
Claus Bünnagel

Das ist ein richtiger und ganz wichtiger Schritt für die Reisenden und natürlich die Reisewirtschaft mit ihren hunderttausenden Beschäftigten. (DRV-Präsident Norbert Fiebig)

Hintergrund ist die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts, die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes zum 15 Juni durch länderspezifische Reisehinweise für viele europäische Länder zu ersetzen. 

Damit gibt es jetzt wieder ein Stück Planungssicherheit, und der Motor für die Wiederaufnahme des Reisens kann anlaufen, denn auch der Neustart braucht eine gewisse Vorbereitungszeit. (Fiebig) 

Die Aufhebung der generellen Reisewarnung sei in jedem Fall ein Lichtblick für die Unternehmen in der Touristik, die seit Monaten keine Einnahmen hätten und für Nullkommanull Euro arbeiteten. 

Reiseziele außerhalb Europas anvisieren

Unter Beachtung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln könne der Tourismus für beliebte Urlaubsländer somit wieder starten – wenn auch die jeweiligen Länder ihre Einreisebestimmungen so angepasst hätten, dass eine sichere Ein- und Ausreise möglich sei. Jetzt gelte es verantwortungsvoll in die Zukunft zu schauen und in einem weiteren Schritt auch Reiseziele außerhalb Europas zu betrachten. Auch dort solle der Maßstab gelten, wie gut die einzelnen Länder die Pandemie im Griff hätten, wie hoch die Infektionszahlen seien und wie gut das Gesundheitssystem dort aufgestellt sei.

Wenn es diese Fakten und die Infektionslage erlauben, kann es auch für beliebte Urlaubsregionen außerhalb Europas zu Öffnungen kommen. (Fiebig)

Mehr als 70 % Auslandsreisen

Seit dem 17. März gilt für alle Auslandsreisen eine Reisewarnung, so dass Reiseveranstalter gezwungen sind, sämtliche Urlaubsreisen außerhalb Deutschlands abzusagen. Da 70 % aller über 71 Mio. Reisen der Deutschen ins Ausland führen, trifft die weltweite Reisewarnung die gesamte Reisewirtschaft – Reisebüros und -veranstalter – genauso wie etwa Mietwagenanbieter, Kreuzfahrtgesellschaften, Buchungssystemanbieter, Reiseversicherungen, Flughäfen und alle anderen an der Reisekette beteiligten Unternehmen und touristischen Dienstleister.

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