Resolution des privaten Bustouristikgewerbes

Das Positionspapier fordert eine Exitstrategie für das Gewerbe, finanzielle Soforthilfen und eine Senkung der Mehrwertsteuer.

Der bdo und die Landesverbände fordern u.a. eine verlässliche Exitstrategie fürs Gewerbe. (Foto: Pixabay/geralt)
Der bdo und die Landesverbände fordern u.a. eine verlässliche Exitstrategie fürs Gewerbe. (Foto: Pixabay/geralt)
Claus Bünnagel

Der bdo hat mit seinem Ausschuss Touristik und den Landesverbänden eine Resolution mit Erklärungen und Forderungen für das Fortbestehen der Reisebusbranche beschlossen. Unter dem Titel „Zukunft der Bustouristik sichern!“ fordert die Branche insbesondere folgende Maßnahmen: 

1. Exitstrategie 

Die Reisebranche braucht einen zeitlichen Horizont, wann mit Lockerungen zu rechnen ist, da eine gewisse Vorlaufzeit nötig ist, um Reisen zu planen und Kunden dafür gewinnen zu können. 

2. Finanzielle Soforthilfen

Die Soforthilfen für die besonders stark und langfristig betroffene Busreisebranche müssen dringend ausgeweitet werden. Dabei darf der Mittelstand (mehr als zehn Mitarbeiter) nicht wie bislang außen vor gelassen werden. Wir benötigen dringend den Ersatz der Ausfallkosten für unsere Busse. Auf Basis der Vorhaltekostenliste der Branchenversicherer fordern wir eine Erstattung pro Verbotstag und Bus rückwirkend ab dem Reisebusverbot für jeden Einsatztag. 

Zusätzlich müssen die bereits getätigten enormen Vorleistungen für Reisekataloge, Werbeanzeigen usw., die aufgrund der ausgefallenen Saison nicht mehr durch Reisen refinanziert werden, ausgeglichen werden. Für die Zeit nach der Aufhebung der coronabedingten Einschränkungen müssen neue Werbemittel erarbeitet werden, die erneut eine hohe Vorleistung erfordern. Hierfür benötigen wir dringend eine finanzielle Unterstützung in Form einer Pauschale in Höhe der branchenüblichen Ausgaben, um den schrittweisen Hochlauf in der Touristik zu ermöglichen. 

3. Senkung der Mehrwertsteuer 

Es ist jetzt wichtig, die richtigen Weichen für die Betriebe zu stellen, die nach der Coronakrise dazu beitragen werden, Arbeitsplätze gerade in der Fläche zu sichern. Hier sitzen wir in einem Boot mit der Hotellerie und der Gastronomie, denn wir bringen die Gäste in die Gaststätten und die Hotels. Solange diese geschlossen sind, können auch wir nicht wieder durchstarten. Daher ist es auch für uns absolut sinnvoll, die Mehrwertsteuer auch bei umweltfreundlichen Busreisen auf 7 % zu reduzieren, denn nur so können die Unternehmen bei einem vorsichtigen 

Die vollständige Resolution finden Sie im Anhang.

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