Branchenverbände fordern mehr Tempo beim Impfen

Die Tourismuswirtschaft sieht Bund und Länder in der Pflicht, viel stärker über die Impfungen aufzuklären, den Zugang zu erleichtern und deutliche Anreize zu setzen, damit die Impfungen nicht ins Stocken geraten.

Die Branchenverbände appellieren an die Politik, alles dafür zu tun, das Impftempo weiter zu beschleunigen. (Foto: pixabay)
Die Branchenverbände appellieren an die Politik, alles dafür zu tun, das Impftempo weiter zu beschleunigen. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Aus Sorge vor einem Stocken der Impfungen appellieren die Verbände der deutschen Tourismus- und Reisebranche an Bund und Länder, das Impfen deutlich zu beschleunigen.

Bund und Länder seien gefordert, stärkere Aufklärungsarbeit zu den Impfungen zu leisten, den Zugang zu erleichtern und deutliche Anreize zu setzen. Nach Auffassung der Branchenverbände müssten beispielsweise auch im Urlaub in Deutschland Impfungen unabhängig vom Wohnort möglich sein. 14-tägige Quarantäneanordnungen für vollständig Geimpfte halten die Branchenvertreter für „kontraproduktiv“ und „fragwürdig“.

Die Verbandsspitzen Michael Buller, Vorstand des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR), Benedikt Esser, Präsident und Geschäftsführer des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), Michael Rabe, Generalsekretär des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und Jochen Szech, Präsident der Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) erklärten:

„Impfungen sind das wirksamste Mittel im Kampf gegen Corona. Deutschland ist zwar auf einem guten Weg, aber die Impfungen dürfen jetzt nicht ins Stocken geraten. Noch immer sind nicht ausreichend Menschen doppelt geimpft, um einen Rückfall im Herbst ausschließen zu können. Es darf jetzt keine Impfpause geben. Gerade die Sommerwochen müssen für das Impfen genutzt werden.“

Man erwarte von Bund und Ländern unverzüglich eine gemeinsame Kampagne für das Impfen zu starten. Ein weiterer Lockdown im Herbst müsse unbedingt verhindert werden, da die Folgen für die Tourismusbranche katastrophal wären.

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