Branchenverbände fordern Ende des Busreiseverbots

bdo, gbk und RDA haben ein gemeinsames Hygienekonzept für Neustart erarbeitet und vorgelegt.

Die Spitzenverbände des Busgewerbes fordern von der Politik eine Öffnungsperspektive. (Foto: pixabay)
Die Spitzenverbände des Busgewerbes fordern von der Politik eine Öffnungsperspektive. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Die Verbände des Busgewerbes, bdo, gbk und RDA, machen sich nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Beschränkungen für eine schnelle Freigabe des Busreiseverkehrs stark und haben ihr gemeinsames Hygienekonzept vorgestellt.

Mit dem vorliegenden Maßnahmenkatalog sei ein Neustart unter verantwortungsvollen Bedingungen möglich, sind die Branchenverbände überzeugt und rufen nachdrücklich dazu auf, das bereits zwei Monate lang geltende komplette Fahrverbot aufzuheben. Es gehe um das Überleben einer Branche, an der knapp 240.000 Arbeitsplätze hängen und die jährlich einen Umsatz von mehr als 14 Milliarden Euro erwirtschafte.

„Im Zuge erster Lockerungen im Tourismussegment sind Reisebusse eine geeignete Alternative zum Individualverkehr“, betonen Karl Hülsmann (Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer bdo), Benedikt Esser (Präsident des Internationalen Bustouristik Verbands RDA) und Hermann Meyering (Vorsitzender der Gütegemeinschaft Buskomfort gbk) in einer gemeinsamen Erklärung zum Hygienekonzept der drei Verbände. „Nicht nur die hervorragende Umweltbilanz, sondern auch das Konzept einer festen Reisegruppe erweist sich als besonders sinnvoll.“ Zumal das Risiko einer Infektion bei Reisen mit einer überschaubaren Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern von vornherein stark reduziert werden kann.

Oberste Priorität in der detaillierten Konzeption habe dabei die Gesundheit der Reisegäste und der Beschäftigten. Im Fokus der erarbeiteten Schutz- und Hygienepläne steht neben der gründlichen Reinigung und Desinfektion der Reisebusse und der Ausstattung der Fahrer mit Gesichtsmasken und Einweghandschuhen auch das Mindestabstandsgebot der Fahrgäste. Deren Einhaltung soll durch die Zuweisung fester Sitzplätze in den Fahrzeugen sowie Regeln für den geordneten Ein- und Ausstieg garantiert werden.

Schon bei der Buchung, die kontaktlos per Internet oder Telefon möglich sei, sollen die Reisegäste über das Hygienekonzept aufgeklärt werden. Ergänzt werden die Maßnahmen mit Durchsagen während der Fahrt und gut sichtbaren Aushängen in den Fahrzeugen, die den Blick der Passagiere immer auf die gebotenen Hygieneregeln lenken.

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