VDV zur Maskenpflicht: „Ab jetzt wird es zur Willkür“

Der Verband kritisiert die Pläne der Bundesregierung, die Maskenpflicht in Flugzeugen und in Fernzügen sowie ÖPNV unterschiedlich zu regeln, scharf.

Der VDV fordert eine Gleichbehandlung der verschiedenen Verkehrsträger hinsichtlich der Maskenpflicht. (Foto: Pixabay)
Der VDV fordert eine Gleichbehandlung der verschiedenen Verkehrsträger hinsichtlich der Maskenpflicht. (Foto: Pixabay)
Claus Bünnagel

Laut Medienberichten plant die Bundesregierung, in ihrem neuen Infektionsschutzgesetz – solange die Pandemielage dies ermöglicht – die Maskenpflicht in Flugzeugen aufzuheben, während die Fahrgäste in Fernzügen und Bussen weiterhin Masken tragen müssen. Der VDV kritisiert diese unterschiedlichen Regelungen scharf und warnt vor einer Stigmatisierung des öffentlichen Verkehrs.

Was wir gerade erleben hat mit nachvollziehbaren Regelungen nichts mehr zu tun, ab jetzt wird es zur Willkür, wann Masken getragen werden müssen und wann nicht. Im Flugzeug, wo die Passagiere stundenlang dicht an dicht sitzen, ohne sich bewegen, ausweichen oder austeigen zu können, soll künftig keine Maskenpflicht mehr nötig sein. Aber im Fernzug, wo man sich permanent bewegen kann, wo es Ausweichflächen und alle 30 bis 60 Minuten Haltepunkte gibt, bei denen die Türen geöffnet werden und ein Luftaustausch mit Frischluft stattfindet, soll weiterhin verpflichtend eine Maske getragen werden. Das verstehen am Ende weder die Fahrgäste noch unsere Mitarbeitenden. Wir brauchen klare und einheitliche Regelungen für alle Verkehrsmittel! Ich sehe zudem die Gefahr einer Stigmatisierung des öffentlichen Verkehrs, wenn demnächst nur noch in Arztpraxen, Krankenhäusern sowie in Bussen und Bahnen Maskenpflicht herrscht. (VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff)

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