Bayern beteiligt sich mit 255 Mio. Euro am ÖPNV-Rettungsschirm

Zusammen mit den bereits vorhandenen Bundesmitteln stehen dem Nahverkehr in Bayern damit 636 Mio. Euro zur Verfügung.

Das ÖPNV-Angebot ohne die entsprechenden Ticketeinnahmen über Monate aufrecht zu erhalten, ist wirtschaftlich nicht zu stemmen. Daher sind die Gelder aus dem ÖPNV-Rettungsschirm unverzichtbar für den bayerischen Personennahverkehr. (Foto: pixabay)
Das ÖPNV-Angebot ohne die entsprechenden Ticketeinnahmen über Monate aufrecht zu erhalten, ist wirtschaftlich nicht zu stemmen. Daher sind die Gelder aus dem ÖPNV-Rettungsschirm unverzichtbar für den bayerischen Personennahverkehr. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Freude bei der bayerischen Gliederung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen – der Freistaat stellt 255 Mio. Euro für den Nahverkehr bereit. Zusammen mit den bereits vorhandenen Bundesmitteln stehen bayerischen ÖPNV damit nun 636 Mio. Euro zur Verfügung.

Und die sind dringend nötig – denn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verliert nach VDV-Berechnungen durch die Corona-Pandemie bis zum Jahresende allein in Bayern einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Das liegt auch daran, dass während der Krise deutlich mehr Angebot gefahren wurde als aufgrund der geringeren Nachfrage erforderlich wäre. Auch jetzt haben die Fahrgastzahlen und die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf das Niveau vor Corona noch nicht wieder erreicht.

Der bayerische VDV-Vorsitzende Dr. Robert Frank: „Unser Dank gilt der Bayerischen Staatsregierung. Sie leistet mit dieser maßgeblichen Beteiligung am ÖPNV-Rettungsschirm eine wichtige Unterstützung für einen weiterhin qualitativ hochwertigen und gut funktionierenden Nahverkehr in Bayern. Wir sind auch während der Hochphase der Ausgangsbeschränkungen trotz deutlich geringerer Nachfrage im Schnitt 80 Prozent des regulären Angebots gefahren. Das war politisch gewünscht und auch notwendig, um die Menschen in systemrelevanten Berufen mit ausreichendem Abstand in den Fahrzeugen zur Arbeit zu bringen.“

Aufgrund einer Absprache der Länder in der Verkehrsministerkonferenz werden in Bayern über die beschlossenen 636 Mio. hinaus noch weitere Bundesmittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm erwartet. Der VDV Bayern hofft, dass diese Bundes- und Landesmittel zusammen ausreichend sind, um die Finanzierung des ÖPNV in Bayern im laufenden Jahr zu sichern.

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