49-Euro-Ticket – die unendliche Geschichte geht weiter

Zumindest ist jetzt die Finanzierung für das kommende Jahr geklärt.

VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff dankte Bund und Ländern für die nun erzielte Finanzierungssicherheit und hofft auf einen Starttermin des Deutschland-Tickets am 1. April. (Foto: VDV)
VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff dankte Bund und Ländern für die nun erzielte Finanzierungssicherheit und hofft auf einen Starttermin des Deutschland-Tickets am 1. April. (Foto: VDV)
Martina Weyh

Durchbruch bei der Finanzierung des Deutschland-Tickets – Bund und Länder haben sich auf eine hälftige Übernahme möglicher Mehrkosten im Einführungsjahr verständigt, auch wenn diese über die prognostizierten 3 Mrd. Euro an Fahrgeldverlusten hinausgehen sollten.

„Jetzt hat die Branche die nötige Finanzierungssicherheit, um das Deutschland-Ticket so schnell wie möglich umzusetzen. Wir bedanken uns bei Bundeskanzler Olaf Scholz und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, dass sie mit ihrem weiteren Beschluss den Weg für die Einführung des Tickets freigemacht haben. Ebenso gilt unser Dank den Verkehrsministerinnen und Verkehrsministern der Länder und Bundesverkehrsminister Dr. Wissing. Die Verhandlungen waren immer getragen vom Ziel, das Ticket zu realisieren und in den aktuellen Zeiten müssen haushalterische Zwänge sorgsam abgewogen werden. Das ist ebenfalls im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und hat entsprechend Zeit in Anspruch genommen“, so der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff.

Doch schon ab April

Es müssten nun zeitnah einige gesetzgeberische Prozesse umgesetzt werden, z. B. die Anpassung des Regionalisierungsgesetzes, die beihilferechtliche Zustimmung der EU-Kommission und nicht zuletzt die Lösung der entsprechenden Tarifgenehmigung. Hier sei der Bund am Zug. Die Länder müssten die Voraussetzungen in den Haushalten schaffen.

Die Verkehrsunternehmen und Verbünde würden den parallel dazu die umfangreichen technischen und vertrieblichen Anpassungen vorantreiben, die nötig seien, um ein solches Ticket bundesweit und überall anbieten zu können.

Wenn nun alle Schritte wie geplant umgesetzt werden, dann sei der 1. April als Starttermin für das Deutschland-Ticket noch erreichbar, prognostiziert der Branchenverband.