Personalmangel: Verkehrsbranche braucht dringend akademische Verstärkung

Der wissenschaftliche Beirat des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) attestiert in seinem jüngsten Positionspapier, dass es für die notwendige Verkehrswende zum Erreichen der Klimaschutzziele an hochqualifiziertem Personal und akademischem Nachwuchs fehlt.

Der wissenschaftliche Beirat des VDV regt in seinem aktuellen Positionspapier u.a. eine bundesweite Kampagne zur Nachwuchsgewinnung an. (Foto: pixabay/Manfred Steger)
Der wissenschaftliche Beirat des VDV regt in seinem aktuellen Positionspapier u.a. eine bundesweite Kampagne zur Nachwuchsgewinnung an. (Foto: pixabay/Manfred Steger)
Martina Weyh

Zusätzliche Impulse im Verkehrsbereich mahnt der Beirat des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in seinem Positionspapier an – Bund und Länder müssten deshalb ihrer Verantwortung für die Nachwuchs- und Wissenschaftsförderung gerecht werden.

Soll die notwendige Verkehrswende für das Erreichen der Klimaschutzziele gelingen, braucht es mehr hochqualifiziertes Personal und mehr akademischen Nachwuchs, so der Beirat und hat dazu ein Fünf-Punkte-Papier vorgelegt, in dem er u.a. eine bundesweite Kampagne zur Nachwuchsgewinnung anregt.

Für die über 600 Mitgliedsunternehmen inklusive der Deutschen Bahn weist der Beirat in den kommenden Jahren einen jährlichen Bedarf von rund 1.500 Ingenieuren, 1.500 Informatikern, 1.500 Kaufleuten und weiteren Akademikern in den Bereichen Geodäsie, Jura und Umweltschutztechnik. aus.

Die für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses zuständigen Hochschulen müssten in ihren Verkehrsschwerpunkten gestärkt werden – dabei sind Bund, Länder und die Hochschulen gleichermaßen gefragt. Der Beirat fordert, „die Lehrkapazitäten auszubauen, digitale Technologien in die Lehre aufzunehmen und die wissenschaftliche Basierung von verkehrspolitischen Maßnahmen zu verbessern“. Dabei sei kurzfristiges Handeln angesagt.

Zur Stärkung der Wissenschaft schlägt der Beirat vor, „die Mittel für die Ressortforschung in diesem Bereich mindestens zu verdoppeln und damit die wissenschaftliche Fundierung von Maßnahmen in der Verkehrspolitik zu gewährleisten“.

Zum Nachlesen steht das Positionspapier im Downloadbereich unter dieser Meldung.

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