Milliardenhilfen für den ÖPNV

Mit 2,5 Mrd. Euro will sich die Bundesregierung am ÖPNV-Rettungsschirm beteiligen.

 „Unser Dank gilt der Bundesregierung, die mit dieser maßgeblichen Beteiligung am ÖPNV-Rettungsschirm eine wichtige Unterstützung für einen weiterhin qualitativ hochwertigen und gut funktionierenden Nahverkehr in Deutschland leistet.“ (Ingo Wortmann, VDV-Präsident)
„Unser Dank gilt der Bundesregierung, die mit dieser maßgeblichen Beteiligung am ÖPNV-Rettungsschirm eine wichtige Unterstützung für einen weiterhin qualitativ hochwertigen und gut funktionierenden Nahverkehr in Deutschland leistet.“ (Ingo Wortmann, VDV-Präsident)
Martina Weyh

Der Beschluss der Bundesregierung fiel gestern Abend. Mit insgesamt 2,5 Mrd. Euro will der Staat sich an einem ÖPNV-Rettungsschirm beteiligen. Das sorgte für große Erleichterung beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der die einzelnen Länder nun zeitnah zum Handeln aufruft, diese Mittel, wie bereits beschlossen, um denselben Betrag aufzustocken.

Denn Eile tut Not  – nach VDV-Berechnungen verliert der ÖPNV durch die Corona-Pandemie bis Jahresende rund fünf Milliarden Euro an Fahrgeldeinnahmen. Gründe dafür sind unter anderem das verstärkt gefahrene Angebot der Verkehrsunternehmen während der Corona-Krise trotz der einbrechenden Fahrgastnachfrage.

„Wir sind auch während der Hochphase der Ausgangsbeschränkungen trotz deutlich geringerer Nachfrage im Schnitt 80 Prozent des regulären Angebots gefahren. Dies war politisch gewünscht und auch notwendig, um die Menschen in systemrelevanten Berufen mit ausreichendem Abstand in den Fahrzeugen zur Arbeit zu bringen“, erklärt VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Ein solches Angebot ohne die entsprechenden Ticketeinnahmen über Monate aufrecht zu erhalten, sei wirtschaftlich nicht zu stemmen. Daher sei der von den Ländern in den Sitzungen von Verkehrsminister- und Finanzministerkonferenz einstimmig beschlossene und nun vom Bund zur Hälfte finanzierte ÖPNV-Rettungsschirm zwingend notwendig.

„Wir gehen davon aus, dass die Länder nun sehr zeitnah eine analoge Finanzierung der anderen Hälfte aus eigenen Haushaltsmitteln in die Wege leiten“, so Wortmann.

Inzwischen würden Busse und Bahnen überall wieder nahezu im Regelbetrieb fahren.

Printer Friendly, PDF & Email