Aktuell rund 38 Mio. verkaufte 9-Euro-Tickets

Ticketverkäufe weiterhin auf hohem Niveau, leichter Rückgang wegen Ferienzeit.

Der Run auf das 9-Euro-Ticket ist ungebrochen. (Foto: Bünnagel)
Der Run auf das 9-Euro-Ticket ist ungebrochen. (Foto: Bünnagel)
Claus Bünnagel

Seit dem Verkaufsstart Ende Mai wurden bis heute bundesweit kumuliert etwa 38 Mio. 9-Euro-Tickets verkauft. Hinzu kommen die jeweils etwa 10 Mio. Abonnenten, die monatlich das vergünstigte Ticket automatisch erhalten. Die Nachfrage danach ist somit ungebrochen hoch, auch wenn ferienbedingt und durch den Vorverkauf im Mai – der auch bereits Tickets für Juli und August enthalten hat – ein leichter Rückgang bei den aktuellen Verkaufszahlen festzustellen ist.

Die aktuellen Zahlen bestätigen nach wie vor unsere Prognose von monatlich etwa 30 Mio. 9-Euro-Tickets. Die Nachfrage in der Bevölkerung bleibt auch im zweiten Monat und bis heute nahezu ungebrochen hoch. Der leichte Rückgang bei den Verkäufen durch die nun bundesweit überall laufenden Sommerferien bekräftig eine Erkenntnis aus unserer Marktforschung: Die Mehrheit der Fahrgäste nutzt das 9-Euro-Ticket nicht für Ausflugs- oder Urlaubsfahrten, sondern im Alltag. (VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff)

Politische Einigung für Anschlussregelung nötig

Aus VDV-Sicht braucht es hinsichtlich einer möglichen Anschlussregelungen ab dem 1.9. jetzt eine schnelle politische Einigung der verantwortlichen Akteure in Bund und Ländern, vor allem hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen.

Die unterschiedlichen Positionen der politischen Akteure sind ja nun bekannt. Allerdings sind wir damit noch keinen Schritt weiter in der Frage, wie es nach dem 9-Euro-Ticket, weitergehen soll. Hierfür müssten sich der Bund und die Länder jetzt sehr schnell einig werden, ob und wie ein Anschlussticket finanziert werden soll und welche Rahmenbedingungen wie etwa die räumliche und zeitliche Gültigkeit ein solches Ticket haben soll. Wir haben aus Branchensicht mit dem bundesweiten Klimaticket für 69 Euro im Monat bereits vor Wochen einen ökonomisch und verkehrlich sinnvollen Vorschlag unterbreitet. Je länger eine finale Einigung ausbleibt, desto später kann ein Nachfolgeticket eingeführt werden. Wir brauchen also jetzt sehr zeitnah die nötigen politischen Beschlüsse, denn wir benötigen entsprechenden Vorlauf für eine operative und vertriebliche Umsetzung. (Wolff)

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