Volkswagen Nutzfahrzeuge: Verschärfte Liefersituation

Das Ergebnis in den ersten drei Quartalen 2021 ist deutlich geprägt von weltweiten Lieferengpässen in der Zulieferkette.

VWN-Vertriebsvorstand Lars Krause kündigte an, das die Lieferzeiten der meisten Modelle bis weit ins kommende Jahr hoch bleiben. (Foto: VWN)
VWN-Vertriebsvorstand Lars Krause kündigte an, das die Lieferzeiten der meisten Modelle bis weit ins kommende Jahr hoch bleiben. (Foto: VWN)
Claus Bünnagel

Aufgrund der weltweit angespannten Situation in der Zulieferkette, insbesondere bei Halbleitern, hat die positive Entwicklung des ersten Halbjahres bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in den Folgemonaten etwas an Fahrt verloren. So wurden in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt rund 286.500 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, ein Zuwachs von 5,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erreichte 7,3 Mrd. Euro (2020: 6,7 Mrd. Euro), das operative Ergebnis lag nach neun Monaten bei 55 Mio. Euro (2020: –362 Mio. Euro). 

Im dritten Quartal 2021 hat sich die Situation auf dem Zuliefermarkt deutlich verschärft, so dass wir den positiven Schwung bei den Fahrzeugauslieferungen des ersten Halbjahrs nicht in der Form fortsetzen konnten. Das große Vertrauen unserer Kunden in unsere Fahrzeuge sehen wir indes bei den Auftragseingängen, die im Vorjahresvergleich um 28,8 % zugenommen haben. Gemeinsam arbeiten wir im Volkswagen Konzern daran, diese Schere im Sinne unserer Kunden zu schließen. Allerdings werden die Lieferzeiten bei unseren meisten Modellen bis weit in das kommende Jahr weiterhin hoch bleiben. (VWN-Vertriebsvorstand Lars Krause)

T-Baureihe: Plus von 31,7 %

Die T-Baureihe erzielte nach neun Monaten ein Plus von 31,7 % bei den Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr: Insgesamt wurden knapp 132.900 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Auch der Crafter legte zu: im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 17,4 % auf insgesamt knapp 49.000 Fahrzeuge. Der Caddy fiel nach seinem Modellwechsel zur neuen Generation unter dem Einfluss der herausfordernden Lieferketten indes zurück – und zwar um 21,5 % auf insgesamt 69.300 an Kunden übergebene Einheiten. Gerade bei diesem Modell auf MQB-Basis wirkt sich der Halbleitermangel deutlich aus. 

Dank unseres im vergangenen Jahr gestarteten Kostenprogramms und des starken Gebrauchtwagengeschäfts konnten die negativen Volumeneffekte aus der Halbleiterkrise überkompensiert werden. Wir sind zuversichtlich diese Entwicklung auch im Ergebnis des Gesamtjahres 2021 wieder zu finden. (Michael Obrowski, Markenvorstand für Finanzen und IT bei VWN)

Die Produktionsstandorte

An den Standorten in Hannover (D), Poznań (PL), Września (PL) und Pacheco (ARG) produzieren rund 24.000 Mitarbeiter die Baureihen Transporter, Caddy, Crafter und Amarok und ab 2022 den ID. BUZZ – die vollelektrische Version der Bulli-Ikone. VWN ist im Volkswagen Konzern zudem die Leitmarke für das autonome Fahren sowie für Mobilitätsdienstleistungen wie Mobility-as-a-Service und Transport-as-a-Service – Felder, in denen die Zukunft der Mobilität gestaltet werden könnte.

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