Voith Group meldet erfreuliche Zahlen

Der Technologiekonzern verzeichnet eine nach eigenen Worten „robuste Entwicklung“ mit deutlich wachsendem Auftragseingang im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21.

Dr. Toralf Haag, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith, zeigt sich angesichts der robusten Entwicklung des Konzerns auch in Pandemie-Zeiten zuversichtlich und geht davon aus, dass Voith sein operatives Geschäft im Geschäftsjahr 2020/21 leicht über dem Vorjahresniveau abschließen wird. (Foto: Voith)
Dr. Toralf Haag, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith, zeigt sich angesichts der robusten Entwicklung des Konzerns auch in Pandemie-Zeiten zuversichtlich und geht davon aus, dass Voith sein operatives Geschäft im Geschäftsjahr 2020/21 leicht über dem Vorjahresniveau abschließen wird. (Foto: Voith)
Martina Weyh

Der Voith-Konzern hat sich in den ersten sechs Monaten (Oktober 2020 bis Ende März 2021) des laufenden Geschäftsjahres 2020/2021 in einem sehr herausfordernden Marktumfeld, auch bedingt durch die negativen Effekte der COVID-19-Pandemie, weiterhin robust entwickelt, vermeldet das Unternehmen.

Die Voith Group konnte in diesem Zeitraum in allen drei Sparten des Kerngeschäfts schwarze Zahlen schreiben und das konzernweite Ebit steigern. Darüber hinaus war ein deutlich wachsender Auftragseingang bei allen Konzernbereichen zu verzeichnen.

Der Konzernumsatz lag mit 2,06 Mrd. Euro nur leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2,08 Mrd. Euro). Währungsbereinigt ergab sich eine Steigerung von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte mit 2,63 Mrd. Euro einen um 21 % höheren Wert im Vergleich zum Vorjahr (2,17 Mrd. Euro); der Auftragsbestand lag zum Stichtag 31. März mit 6,06 Mrd. Euro spürbar über dem bereits hohen Vorjahresstand (5,58 Mrd. Euro) und damit auf dem höchsten Level der letzten neun Jahre.

Sein operatives Ergebnis konnte Voith im ersten Halbjahr weiter leicht steigern. Das Ebit erhöhte sich um 4 % auf 82 Mio. Euro, was Voith aufgrund der weiterhin spürbaren negativen Einflüsse durch die COVID-19-Pandemie sehr positiv wertet. Der Jahresüberschuss bewegte sich trotz schwierigem Marktumfeld im positiven Bereich.

„Der Voith-Konzern ist weiterhin in einer operativen und finanziell sehr robusten Verfassung, trotz deutlich spürbarer Negativeffekte durch die COVID-19-Pandemie. Im letztjährigen Vergleichszeitraum hat die Coronakrise unser Ergebnis lediglich über zwei Monate hinweg belastet, während wir im laufenden Geschäftsjahr die vollen sechs Monate unter dem Einfluss der Krise standen. Umso zufriedener können wir mit unserer derzeitigen Geschäftsentwicklung sein. Unsere breite sektorale und geographische Aufstellung hat sich während der Krise ausgezahlt und wir sind zuversichtlich, dass Voith langfristig den eingeschlagenen Kurs des nachhaltig profitablen Wachstums fortsetzen wird. (Dr. Toralf Haag, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Voith)

Jüngste Zukäufe tragen zum guten Konzernergebnis bei

Voith hatte in der Vergangenheit durch diverse M&A-Transaktionen sein Kerngeschäft strategisch gestärkt. Das hat sich während der Krise positiv auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt. Die Stärkung des Geschäfts als Full-Line-Anbieter im Bereich Paper durch die Akquisitionen von BTG Ende 2019 und von 90 % der Anteile an Toscotec S.p.A. in 2020 trug im laufenden Geschäftsjahr erste Früchte. Positiv brachte sich auch die ELIN Motoren GmbH im ersten Halbjahr 2020/21 ein. Im Frühjahr 2020 hatte Voith 70 % des österreichischen Unternehmens übernommen, das sich auf elektrische Motoren und Generatoren für Industrieanwendungen spezialisiert hat.

 Erschließung neuer Wachstumsmärkte

Die Erschließung zukunftsträchtiger Geschäftsfelder bleibt neben der Stärkung des Kerngeschäfts im Fokus. Voith prüft weiterhin strategische Optionen in den Bereichen Wasserstofftechnologie, Energiespeicherung und elektrischer Antriebssysteme und verfolgt mit seiner Strategie den Anspruch, sich als Pionier und Leistungsführer in seinen strategischen Geschäftsbereichen zu positionieren. Hier will Voith zu den jeweils führenden Anbietern in den abgedeckten Industrien gehören und sich in Richtung der Megatrends Dekarbonisierung und Digitalisierung weiterentwickeln.

„Wir erweitern unser Kerngeschäft im Bereich Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung und Digitalisierung kontinuierlich. Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs, Papier als nachhaltiger Rohstoff und die Wasserkraft als regenerative Energiequelle bilden dabei den Fokus, um unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt Rechnung zu tragen und im Sinne einer industriellen Nachhaltigkeit Vorreiter beim Wettlauf nachhaltiger Technologien zu sein.“ (Toralf Haag)

Voith Turbo

Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfeldes im Industrie-Bereich und der spürbaren Auswirkungen von Corona auf wichtige Abnehmerindustrien verzeichnete der Konzernbereich Voith Turbo einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 % höheren Auftragseingang von 791 Mio. Euro (Vorjahr: 697 Mio. Euro) und ein Umsatzplus von 10 % auf 707 Mio. Euro (Vorjahr: 641 Mio. Euro). Das Ebit lag im gleichen Zeitraum bei 18 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro).

Nachhaltig profitables Wachstum bleibt das Ziel

Das strategische Ziel des Voith-Konzerns, in den kommenden Jahren nachhaltig profitabel zu wachsen, bleibt bestehen. Auch wenn weiter Unsicherheiten bestehen, geht Voith in Anbetracht der soliden Zahlen des ersten Halbjahres und einer Aufhellung des Marktumfeldes davon aus, dass sich alle wesentlichen Kennzahlen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020/21 positiver entwickeln als noch zum Geschäftsjahresabschluss 2019/20 im Dezember angenommen. 

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