Paul van Vuuren wird neuer VDL-Chef

Er folgt auf Henk Coppens, der aus dem Unternehmen ausscheidet.

Neuer Chef von VDL Bus & Coach: Paul van Vuuren (62). (Foto: VDL)
Neuer Chef von VDL Bus & Coach: Paul van Vuuren (62). (Foto: VDL)
Claus Bünnagel

Henk Coppens, Geschäftsführer von VDL Bus & Coach und stellvertretender Vorstand der VDL-Gruppe, legt am heutigen 1. Juli 2021 sein Amt nieder. Sein Nachfolger wird Paul van Vuuren, der dem Hauptvorstand der Gruppe angehört. Coppens hat sich immer vorgenommen, im Alter von 62 Jahren aus dem Unternehmen auszuscheiden. Dieses Alter wird er nächsten Monat erreichen. 

Ich bin sehr dankbar, dass Paul van Vuuren bereit ist, einzuspringen, so dass ich die Möglichkeit habe zurückzutreten. Ich blicke auf eine schöne Zeit in einem großartigen Unternehmen zurück. Obwohl der Bussektor von VDL Groep in der nächsten Zeit vor vielen Herausforderungen steht, bin ich überzeugt, dass die Organisation große Schritte nach vorn machen wird. (Coppens)

Elektrobuspionier 

2015 wechselte Coppens von Philips zu VDL, wo er als operativer Geschäftsführer bei VDL Bus & Coach begann. Seit Februar 2017 ist er allgemeiner Geschäftsführer von VDL Bus & Coach und stellvertretender Vorstand von VDL Groep. Unter seiner Leitung baute das Unternehmen seine Rolle als einer der Vorreiter in Sachen E-Mobilität in Europa weiter aus, wie gut 100 Mio. elektrisch gefahrene Kilometer unterstreichen. Inzwischen wurde die neue VDL-Citea-Generation vorgestellt und grünes Licht für ein neues Werk im belgischen Roeselare gegeben. 

„In der letzten Zeit haben wir viel in die Anpassung und Verbesserung des Fertigungsprozesses investiert. Darauf blicke ich mit großer Befriedigung zurück, denn es sagt viel über die Flexibilität und Qualität des Unternehmens aus. So haben Mitarbeiter der Werke Heerenveen, Roeselare und Valkenswaard Wissen und Erfahrung auf dem Gebiet des Baus von ÖPNV-Bussen ausgetauscht. Und das Werk in Valkenswaard ist jetzt so eingerichtet, dass man dort beiden Disziplinen (Reisebusse und ÖPNV) gewachsen ist. Wir sind also gut aufgestellt, wenn sich auch der Markt für Reisebusse wiederbelebt.“ (Coppens)

Über Paul van Vuuren

Ab 1. Juli wird Paul van Vuuren (62) sein Amt als Mitglied des VDL-Hauptvorstands mit dem des Geschäftsführers von VDL Bus & Coach kombinieren. Er wurde im Dezember 2017 Geschäftsführer von VDL Nedcar in Born, dem einzigen großen Pkw-Hersteller in den Niederlanden. Davor war er lange im Finanzsektor tätig. Seit Anfang 2021 gehört van Vuuren dem Hauptvorstand von VDL Groep an. 

VDL Bus & Coach 

Kernaktivitäten von VDL Bus & Coach sind die Entwicklung, die Produktion und der Verkauf einer breiten Palette von Linien- und Reisebussen sowie Fahrgestellmodulen, der dazugehörige After-Sales-Service, der Um- oder Ausbau von Mini- und Midibussen und der An- und Verkauf von Gebrauchtbussen. VDL besteht aus mehreren Busherstellern, die gemeinsam auf dem Weltmarkt tätig sind. Die Produktion erfolgt in Westeuropa. Hohe Priorität haben bei VDL Qualität, Sicherheit, lange Lebensdauer, Umweltschutz, geringer Energieverbrauch, Komfort und niedrige Wartungskosten. 

Im Übergang zum Nullemissionsverkehr bietet VDL Gesamtlösungen und ist nicht nur Buslieferant, sondern auch Systemlieferant. Die Produkte werden über ein weltweites Netz eigener Niederlassungen, Importeure und Vertriebspartner in mehr als 30 Ländern verkauft. Bei Wartung und Kundendienst können Kunde auf zahlreiche Servicestützpunkte zurückgreifen. Ein umfangreiches Verteilernetz sorgt dafür, dass Ersatzteile so schnell wie möglich dort sind, wo sie benötigt werden. VDL hat sich inzwischen zu einem der größten Bushersteller in Europa entwickelt. 

Die VDL-Gruppe

VDL Bus & Coach ist ein Unternehmen der VDL-Gruppe. Das internationale Industrieunternehmen mit Hauptsitz in Eindhoven (Niederlande) entwickelt, produziert und verkauft Halbfabrikate, Busse und sonstige Fertigprodukte und montiert Pkw. Seit der Gründung im Jahr 1953 hat sich das Familienunternehmen zu einer Gruppe von 105 Einzelbetrieben in 20 Ländern mit einer Belegschaft von ca. 15.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 4,686 Mrd. Euro für 2020 entwickelt. 

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