Iveco: Restart der Produktion in Italien?

Der Hersteller plant, die seit 2011 eingestellte Busfertigung im süditalienischen Werk in Foggia wieder aufleben zu lassen – die Umsetzung hängt allerdings von der Förderzusage des italienischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen des National Recovery and Resilience Plan ab.

Ob die gefassten Pläne Wirklichkeit werden und die Busproduktion von Iveco im süditalienische Foggia nach mehr als einer Dekade wieder anläuft, hängt auch von der noch ausstehenden Förderzusage ab. (Foto: Iveco)
Ob die gefassten Pläne Wirklichkeit werden und die Busproduktion von Iveco im süditalienische Foggia nach mehr als einer Dekade wieder anläuft, hängt auch von der noch ausstehenden Förderzusage ab. (Foto: Iveco)
Martina Weyh

Der Hersteller Iveco, der nach der Trennung von CNH Industrial seit Anfang des Jahres wieder unabhängig ist, hat einen Restart der Busfertigung in Italien angekündigt. Im Iveco-Werk im süditalienischen Foggia sollen künftig sowohl Batterie- und Brennstoffzellenbusse als auch Methan-, Biomethan-, Diesel- und Biodieselfahrzeuge der neuesten Generation vom Band laufen – in den Werken im Piemont werde derzeit die Ausweitung der Engineering- und Fertigungskapazitäten für Batterien geprüft, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Mit der Forschung und Entwicklung und der Herstellung der Batterien sowie der Lieferung von Motoren für die geplante Busproduktion soll nach Iveco-Angaben die zur Unternehmensgruppe gehörende FPT Industrial betraut werden.

Förderzusage steht noch aus

Iveco hat für den zur Umsetzung des Plans notwendigen Werksumbau in Foggia Fördermittel beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen des National Recovery and Resilience Plan (PNRR) beantragt. Eine Zusage steht derzeit aber noch aus.

 

„Wir sind davon überzeugt, dass unser Projekt gut ist, und freuen uns, es heute bekannt geben zu können. Im Vertrauen darauf, dass es angenommen wird, wird dieses Projekt es uns ermöglichen, neue Kompetenzen zu entwickeln, zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beizutragen und eine führende Rolle bei der dringend notwendigen Erneuerung der italienischen Flotte für den öffentlichen Nahverkehr zu spielen", wird Domenico Nucera, Präsident des Geschäftsbereichs Bus der Iveco-Gruppe auf der Online-Plattform Sustainable Bus zitiert.

Sollten die Fördergelder bewilligt werden, könnten bereits im Frühjahr kommenden Jahres die ersten Busse in Foggia vom Band rollen, so die Planung.

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