MAN senkt Treibhausgas-Emissionen an Standorten um über 50 Prozent

MAN konnte laut Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr seine Treibhausgasemissionen an den weltweiten Unternehmensstandorten um mehr als 50 Prozent reduzieren.

MAN senkt Treibhausgas-Emissionen an Standorten um über 50 Prozent. (Grafik: MAN Truck&Bus)
MAN senkt Treibhausgas-Emissionen an Standorten um über 50 Prozent. (Grafik: MAN Truck&Bus)
Franziska Neuner

Bereits 2023 verzeichnet MAN Truck & Bus im Hinblick auf die Umsetzung hinsichtlich der Nachhaltigkeitsziele deutliche Fortschritte. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr hervor. So konnte das Unternehmen beispielsweise seine Treibhausgasemissionen an den weltweiten Unternehmensstandorten um mehr als 50 Prozent reduzieren.

Wissenschaftsbasierte Ziele nach SBTi

Mit dem Beitritt zur Klimaschutzinitiative „Science Based Targets initiative (SBTi)“ 2021 wurden verbindliche und wissenschaftsbasierte Ziele zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen an den weltweiten Unternehmensstandorten von MAN 70 Prozent der Treibhausgasemissionen (THG) im Vergleich zum Basisjahr 2019 eingespart werden (Scopes 1 und 2). Mit Abschluss des Jahres 2023 konnte hier bereits eine Reduktion um 51,2 Prozent verzeichnet werden.

Der THG-Flottenausstoß pro Fahrzeugkilometer der von MAN verkauften Trucks, Busse und Vans (Scope 3) soll bis 2030 um 28 Prozent im Vergleich zu 2019 sinken. Im Berichtsjahr 2023 konnten hier eine Reduktion um 12,8 Prozent erreicht werden.

„MAN Truck & Bus blickt wirtschaftlich auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Gleichzeitig konnten wir, trotz des deutlich gestiegenen Produktionsoutputs, unsere Treibhausgasemissionen an den globalen Standorten weiter stark reduzieren. Eine Leistung, auf die wir besonders stolz sind. Und auch der Hochlauf unseres Produktportfolios hin zu alternativen Antrieben konnte 2023 mit der Marktführerschaft bei vollelektrischen Standbussen sowie dem Marktstart unseres eTrucks wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Dekarbonisierung erreichen“, sagt Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender von MAN Truck & Bus.

Dekarbonisierung mittels alternativer Antriebe

In der Nutzungsphase der neu verkauften MAN Produkte fielen 2023 mehr als 96 Prozent der Treibhausgasemissionen des Unternehmens an. Deshalb liegt in der Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe der größte Hebel für den Nutzfahrzeughersteller, um die ambitionierten CO2-Ziele zu erreichen.

Bei den vollelektrischen Stadtbussen ist MAN vier Jahre nach Marktstart des MAN Lion’s City E Marktführer in Europa. Ergänzend zum rein batterie-elektrischen Antrieb sieht MAN Wasserstoff-basierte Antriebssysteme. Eine Kleinserie eines Lkw mit Wasserstoffverbrenner-Technologie (MAN hTGX), der als Zero Emission Vehicle (ZEV) klassifiziert sein wird, soll bereits 2025 an erste Pilotkunden ausgeliefert werden.

CO2-arme Produktion

Durch den Umbau und die Modernisierung der Energieversorgung, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und Maßnahmen zur Energieeffizienz sollen die Scope 1 und 2 Treibhausgas-Emissionen noch weiter reduziert werden.

Um diese ambitionierten Einsparziele zu erreichen, setzt MAN einen umfangreichen Maßnahmenkatalog um. Die Energieversorgung an den Produktionsstandorten wird schrittweise auf Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt. Dies beinhaltet neben dem externen Bezug von erneuerbarer Energie auch die Installation von Photovoltaikanlagen, wie beispielsweise in Südafrika oder Ankara. Am Werk in Krakau wurde die Gasheizung auf eine CO2-ärmere Holzpellet-Heizung umgestellt. Der Standort Nürnberg wurde außerdem an ein Fernwärmenetz angeschlossen und für das Stammwerk in München ist die Nutzung von Geothermie in der Planung.

Bei der Energieversorgung wird schrittweise der Anteil von erneuerbaren Energieträgern aus sogenannten "PPA" - Power Purchase Agreements erhöht. Damit wird der direkte Bezug von Solarenergie oder Windenergie sowie die Planungssicherheit der Energieversorgung gesteigert.

Kreislaufwirtschaft

In Zeiten von Rohstoffknappheit sieht MAN im Modell der Kreislaufwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung und zum Umweltschutz gleichermaßen. Dazu gehört ein effizienter und verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen, die Wiederverwendung von Bauteilen und Komponenten sowie die Vermeidung von Umweltverschmutzung. Im Berichtsjahr lag Verwertungsquote der Produktionsabfälle bei 95 Prozent.