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Mercedes-Benz Vans: Vision Urbanetic

Mit dem Vision Urbanetic präsentierte Mercedes-Benz Vans ein revolutionäres Mobilitätskonzept.

Soll das Passagiermodul aufgenommen werden, lässt sich die Fahrzeugbreite automatisch vergrößern (Foto: Daimler AG).
Soll das Passagiermodul aufgenommen werden, lässt sich die Fahrzeugbreite automatisch vergrößern (Foto: Daimler AG).
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Claus Bünnagel

Der Vision Urbanetic soll die Trennung von Personenbeförderung und Gütertransport aufheben. Er ermöglicht eine bedarfsgerechte, nachhaltige und effiziente Beförderung von Personen und Gütern – und erfüllt die Bedürfnisse von Städten, Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie Stadtbewohnern und Reisenden. Das visionäre Konzept basiert auf einem autonom fahrenden, elektrisch betriebenen Chassis, das unterschiedliche Wechselaufbauten für die Personenbeförderung oder den Gütertransport aufnehmen kann.

Passagiere oder Paletten

Als Ride-Sharing-Fahrzeug kann der Vision Urbanetic bis zu zwölf Passagiere befördern, im Cargo-Modul lassen sich bis zu zehn EPAL-Paletten transportieren. Bei einer Fahrzeuglänge von 5,14 m wurde eine Laderaumlänge von 3,70 m realisiert. Zudem integriert das Konzept eine IT-Infrastruktur, die in Echtzeit Angebot und Nachfrage in einem definierten Gebiet analysiert. Daraus resultiert eine autonom fahrende Flotte, deren Routen flexibel und effizient auf Basis des aktuellen Beförderungsbedarfs geplant werden.

Der Wechsel der Module erfolgt automatisiert oder alternativ manuell und dauert im automatisierten Ablauf nur wenige Minuten. Die Voraussetzung dafür schafft eine autonom fahrende Fahrplattform, auf der die jeweiligen Aufbauten verankert werden. In dieser sind alle Fahrfunktionen untergebracht, so dass das autonome Chassis auch ohne Aufbau zum nächsten Einsatzort gelangen kann. Ein Höchstmaß an Sicherheit ermöglichen redundante Komponenten für alle relevanten Aktionen wie Lenken, Bremsen oder Beschleunigen.

Vollvernetzung

Dank Vollvernetzung, Auswertung lokaler Informationen – z.B. über Konzerte und Veranstaltungen – und einer intelligenten Steuerung kann das System nicht nur aktuelle Bedarfe analysieren, sondern auch daraus lernen. So ist es in der Lage, zukünftige Bedarfe zu antizipieren und darauf zu reagieren. Damit können Prozesse optimiert und beispielsweise Warte- oder Lieferzeiten verkürzt und Staus vermieden werden. So erkennt das Gesamtsystem über die Datenerfassung im Vehicle Control Center – einer Steuerungszentrale, in der die Bedarfe gebündelt und analysiert werden –, beispielsweise eine Menschengruppe in einem gewissen Bereich. Es kann Fahrzeuge dorthin schicken, die den gesteigerten Bedarf schnell und effizient bedienen. Das System kann also flexibel reagieren und basiert nicht auf starren Routen oder festen Fahrplänen.

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