MAN: Abbau von 6.000 Stellen geplant

Der Münchner Konzern kämpft derzeit mit einer Reihe von Strukturproblemen.

In Sachen Elektromobilität muss MAN noch kräftig aufholen. (Foto: Bünnagel)
In Sachen Elektromobilität muss MAN noch kräftig aufholen. (Foto: Bünnagel)
Claus Bünnagel

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, plant MAN den Abbau von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen, vor allem in der Verwaltung. Bewältigt werden soll der Strukturwandel über Fluktuation und Abfindungen. Die MAN Truck und Bus SE beschäftigt weltweit rund 36.000 Mitarbeiter, davon 21.000 in Bayern.

Standort Steyr schließen?

Dem Handelsblatt-Bericht zufolge könnte der Standort im österreichischen Steyr komplett geschlossen werden. Die Produktion von leichten und mittelschweren Lkw würde in diesem Zuge nach Deutschland und Polen verlagert. Vorstand und Betriebsrat verhandelten derzeit darüber, welche Maßnahmen umgesetzt würden.

Strukturprobleme

MAN leidet derzeit unter einer Kostenstruktur in Schieflage. Der Konzern müsste eigentlich seine Profitabilität deutlich steigern. Bei allerdings erwarteten Marktrückgängen alleine bei den Lkw von 10 bis 20 % in diesem Jahr, den immer strengeren CO2-Vorgaben durch die EU für Lkw und Busse sowie dem erst relativ spät eingeleiteten Schritt zur Elektromobilität kommen derzeit viele Probleme gleichzeitig auf die Münchner zu.

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