ÖPNV: Ländle legt Förderprogramm „Flex-Abo“ auf

Umstieg auf den klimafreundlichen Personennahverkehr – Baden-Württemberg will mit der Umgestaltung des Tarifsystems neue Anreize schaffen.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Baden-Württemberg den Aufbau und die Weiterentwicklung des E-Ticketings im ÖPNV massiv gefördert, um die Voraussetzungen zu schaffen, zeitnah digitale und flexible Zeitkarten einführen zu können. (Foto: pixabay/Jens Teichmann)
Bereits in den vergangenen Jahren hat Baden-Württemberg den Aufbau und die Weiterentwicklung des E-Ticketings im ÖPNV massiv gefördert, um die Voraussetzungen zu schaffen, zeitnah digitale und flexible Zeitkarten einführen zu können. (Foto: pixabay/Jens Teichmann)
Martina Weyh

Die Tarife des öffentlichen Personennahverkehrs in Baden-Württemberg sollen flexibler werden. Mit 20 Mio. Euro fördert das Land neue Flex-Abo-Projekte. Teilzeitbeschäftigte und Arbeitskräfte im Homeoffice sollen von neuen flexiblen Zeitkarten-Abos profitieren.

„Wir freuen uns über jeden innovativen Projektantrag, der zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV beiträgt“, so Landesverkehrsminister Winfried Hermann.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Etablierung von Home-Office hätten gezeigt, dass das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung sich verändere. Die Tarife des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Baden-Württemberg müssten daran angepasst werden.

„Die starren Ausgestaltungen bisheriger Zeitkarten im ÖPNV mit festgelegter Zonenanzahl entsprechen nicht den Bedürfnissen aller Kundengruppen. Insbesondere für Fahrgäste mit wechselnden Strecken, Teilzeitbeschäftigten oder auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Home-Office sind neue innovative und flexible Zeitkarten notwendig“, ist Hermann überzeugt.

Diese sollen noch mehr Bürgerinnen und Bürger die Chance bieten, vom eigenen Auto auf den klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Mit solchen Angeboten könnten auch ÖPNV-Kundinnen und Kunden mit flexiblen Arbeitszeiten gehalten werden, heißt in der Pressemitteilung des Landes.

Ein Hauptaugenmerk des neuen Förderprogramms – es soll von landesweitem Nutzen sein.  Der Plan dahinter: Erfolgreiche Projekte des Förderprogramms sollen mittel- und langfristig in ganz Baden-Württemberg eingeführt werden können.

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