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Elektrischer Linienverkehr in Mannheim und Heidelberg

Drei eCitaro-Stadtbusse werden in Heidelbergs Altstadt und Mannheims neuem Stadtquartier Franklin eingesetzt.

Zukunftsdesign: Die vertraute Optik des Citaros wurde um gestalterische Elemente aus der Studie Mercedes-Benz Future Bus erweitert. (Foto: Daimler)
Zukunftsdesign: Die vertraute Optik des Citaros wurde um gestalterische Elemente aus der Studie Mercedes-Benz Future Bus erweitert. (Foto: Daimler)
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Martina Weyh

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) setzt künftig drei vollelektrische Mercedes‑Benz Stadtbusse auf zwei Linien in Heidelberg und Mannheim ein. Für den technischen Geschäftsführer der mv, Martin in der Beek, ist die Elektrifizierung des Omnibusverkehrs ein klares Unternehmensziel. Bei der Übergabe der E-Fahrzeuge im Mannheimer Omnibuswerk sagte er: „Elektromobilität ist für uns der Inbegriff einer modernen, umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Antriebstechnologie. Unsere Stadt­bahnen bedienen den Nahverkehr seit über 100 Jahren elektrisch. Jetzt gilt es, das Gleiche für den Bus zu gestalten. Der eCitaro wird unserem Omnibus­verkehr ein völlig neues Gesicht geben und im Verkehrsgebiet der rnv sprichwörtlich für bessere Luft sorgen.“

Erste Elektrolinien im Rhein-Neckar-Dreieck

Zwischen 9 und 22 Uhr werden die Fahrzeuge in Heidelberg und zwischen 6 und 24 Uhr in Mannheim unterwegs sein. Das entspricht laut Unternehmen in etwa einer täglichen Laufleistung von 200 Kilometern und mehr pro Fahrzeug. Dementsprechend werden Lithium-Ionen-Batterien mit einer Gesamtleistung von 243 kWh die Stromversorgung übernehmen. Das Batteriekonzept ist modular aufgebaut und unterteilt sich in zehn Module mit jeweils etwa 25 kWh. Neben sechs Batterie­modulen auf dem Fahrzeugdach nehmen vier Batteriemodule im Heck die Position der heutigen Antriebskombination aus Verbrennungsmotor und Getriebe ein.

Die Ladetechnik

Die Ladetechnik der eCitaro wurde an die Gegebenheiten des Verkehrsunternehmens angepasst. Vorgabe ist dabei das Erreichen einer Laufleistung von 200 km und mehr je Fahrzeug und soll durch einen schnellen Ladevorgang in den Betriebspausen erreicht werden. Die Ladung erfolgt über Combo-2-Stecker in Fahrtrichtung rechts über dem vorderen Radlauf.

Der neue Standard ISO 15118 bietet dabei erweiterte Funktionen, die z.B. die automatische Authentifikation von Fahrzeugen ohne gesonderte Ladekarte ermöglichen. Mit Hilfe der erweiterten Datenübertragung wurde von Mercedes‑Benz eine Funktion entwickelt, mit der die automatische Steuerung der Vorkonditionierung des Busses über den Ladestecker realisiert wird. Zusätzliche Kabel oder Leitungen für Druckluft, Niederspannung oder Kommunikation entfallen damit. Das neu entwickelte Ladegerät hat eine Leistung von bis zu 150 kW und ist Teil der Gesamtlieferung.

Darüber hinaus wird Mercedes-Benz gemeinsam mit dem Energiemanagement-Spezialisten „The Mobility House“ aus München ein maßgeschneidertes Lademanagement-System für die mv entwickeln und implementieren. Dabei sollen die Ladevorgänge so optimiert werden, dass sowohl die Anschlussleistung der Ladegeräte als auch die Anforderungen der Fahrzeugbatterie berücksichtigt werden.

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