Spanien setzt beim Flottenumbau auf Solaris-Stromer

Sowohl das Stadtamt von Martorell in der Provinz Barcelona als auch der baskische Verkehrsbetreiber EuskoTren haben Elektrobusse samt Ladeinfrastruktur beim polnischen Busbauer geordert – geliefert werden soll Ende des kommenden Jahres.

Solaris Urbino 8,9 LE electric. (Foto: Solaris)
Solaris Urbino 8,9 LE electric. (Foto: Solaris)
Martina Weyh

Kontinuierlich investieren Spaniens Städte in den Aufbau emissionsfreier Fuhrparks – zwei neue Aufträge über insgesamt sechs Elektrobusse hat der polnische Busbauer Solaris in seinem Orderbuch.

Das Stadtamt von Martorell (Ayuntamiento de Martorell) in der Provinz Barcelona hat zwei Urbino 8,9 LE electric sowie zwei mobile Ladegeräte mit einer Leistung von je 40 kW bestellt, das im Baskenland tätige Verkehrsunternehmen EuskoTren zwei Urbino 8,9 LE electric und zwei Urbino 12 electric samt Ladegeräte – ein On-Board-Ladegerät mit einer Leistung von fast 35 kW und ein Zweibereichs-Ladegerät von 150 kW, mit dem zwei Busse gleichzeitig „betankt“ werden können.

Details

Die von Martorell bestellten Urbino electric werden mit Solaris High Power-Batterien mit einer Gesamtkapazität von 90 kWh ausgestattet, die für die häufige und schnelle Ladung ausgelegt sind. Die Solaris-Stromer sind mit einem 160 kW Zentralmotor ausgestattet und können sowohl per Stecker als auch via Pantograf (auf dem Dach jedes Fahrzeugs) geladen werden.

Die vom baskischen Verkehrsbetreiber EuskoTren georderten Batteriebusse sind mit Solaris High Energy-Batterien ausgestattet – dabei sind In den 12-m-Variante Batterien mit einer Gesamtkapazität von 440 kWh verbaut, in den kürzeren Solaris-Versionen hingegen Batterien mit einer Gesamtkapazität von über 260 kWh. Geladen werden sollen die Stromer per Stecker. Bei den Urbino 8,9 LE electric ist ebenfalls ein 160-kW-starker Zentralmotor im Einsatz, während in den Urbino 12 electric eine Elektroachse mit zwei integrierten E-Motoren für den Antrieb sorgt.

Alle sechs bestellten Solaris-Stromer sind vollklimatisiert. Mit an Bord jedes Busses sind neben USB-Buchsen auch ein Fahrgastinformationssystem mit Displays im Innenraum und für die Sicherheit ein Videoüberwachungssystem für den Innen- und Außenbereich.

Die von EuskoTren bestellten E-Busse verfügen zusätzlich über das Fahrpersonal unterstützende Assistenzsysteme, wie das MirrorEye-System, bei dem Kameras die herkömmlichen Seitenspiegel ersetzen und für bessere Sichtverhältnisse in der blendenden Sonne als auch bei Regen und Dunkelheit sorgen. Ebenfalls mit an Bord ist das akustische Warnsystem für Fahrzeuge (AVAS), das Fußgänger mit Warngeräuschen auf ein Elektrofahrzeug in der Nähe aufmerksam macht.

Darüber hinaus entschied sich EuskoTren auch für eSConnect – eine firmeneigene Software, die das moderne Flottenmanagement und die Überwachung von Fahrzeugen auf den Routen im Baskenland ermöglicht.

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