Neuss nimmt drei VDL-Stromer in Betrieb

Zwei Citea SLF-120 Electric und ein Citea SLFA-180 Electric sollen zunächst schwerpunktmäßig auf der Linie 842 eingesetzt werden, die das Rheinparkcenter, die Innenstadt und das Lukaskrankenhaus miteinander verbindet. 

Die Stadtwerke Neuss setzten beim Umbau ihrer Flotte auf die Citea-Modelle des niederländischen Busbauers VDL – im Bild ein Citea SLF-120 Electric. (Foto: VDL)
Die Stadtwerke Neuss setzten beim Umbau ihrer Flotte auf die Citea-Modelle des niederländischen Busbauers VDL – im Bild ein Citea SLF-120 Electric. (Foto: VDL)
Martina Weyh

Ab sofort sind bei den Stadtwerken Neuss drei neue Elektrobusse im Einsatz. Ein Citea SLFA-180 Electric und zwei Citea SLF-120 Electric des niederländischen Herstellers VDL Bus & Coach, die im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gekauft worden sind, wurden jetzt in Betrieb genommen.

Förderung vom Land

Mit insgesamt 1,8 Mio. Euro schlagen die VDL-Stromer zu Buche – bezuschusst wurde die Anschaffung mit über 700.000 Euro Fördergeldern des Landes NRW.

Die elektrischen Neuzugänge ersetzen drei Dieselbusse aus dem Bestand der Stadtwerke. Bei einer Laufleistung von durchschnittlich 50.000 km pro Bus rechnet das Verkehrsunternehmen mit einer CO2-Einsparung von 165 t sowie eine Reduktion des Dieselverbrauchs von 62.500 Liter jährlich.

Geladen werden die drei E-Busse künftig auf dem Betriebshof an der Neusser Moselstraße. Bereits 2018 wurde dort eine Trafostation mit 800 kW und zugehöriger Ladeinfrastruktur aufgebaut, die in Kürze um einen Pantographen ergänzt wird.

Reichweite für den normalen Tagesbetrieb ausreichend

„Die Batterien der Busse haben eine Kapazität von 420 bzw. 350 kWh“, erläutert Uwe Koppelmann, Bereichsleiter Nahverkehr bei den Stadtwerken, den Ladeprozess. „Bei einer zu 80% entleerten Batterie rechnen wir mit einer Vollladezeit von bis zu vier Stunden bei den Standardwagen und bis zu sechs Stunden bei dem Gelenkfahrzeug. Das Teilladen über den Pantographen hingegen benötigt weniger Zeit.“

Angestrebt werden Reichweiten im durchschnittlichen Fahrbetrieb von stabil mehr als 250 km zwischen zwei vollständigen Ladevorgängen. Für die Beheizung und Kühlung sorgt ein Wärmepumpensystem. Zudem wurden alle Citeas sowohl mit WLAN als auch mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Wie alle Busse, die die Stadtwerke neu beschaffen, verfügen sie außerdem über einen sogenannten „Sideguard“, eine kleine Außenkamera über die der Busfahrer akustische und optische Warnsignale erhält, wenn sich z.B. ein Radfahrer an der Seite des Busses im toten Winkel befindet.

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