Kamaz eröffnet Produktionswerk für Elektrobusse in Moskau

Darüber hinaus beherbergt das Werksgelände des russischen Nutzfahrzeugherstellers auch ein Innovationszentrum, in dem neue Technologien zur Verbesserung der Qualität im elektrischen Personenverkehr entwickelt werden. Ein zweites Produktionsgebäude ist in Planung.

Bis 2030 soll der Umbau der Moskauer Busflotte auf rein elektrische Fahrzeuge abgeschlossen werden. (Foto: Kamaz)
Bis 2030 soll der Umbau der Moskauer Busflotte auf rein elektrische Fahrzeuge abgeschlossen werden. (Foto: Kamaz)
Martina Weyh

Der russische Nutzfahrzeughersteller Kamaz hat in Moskau im Stadtteil Sokolniki ein Produktionswerk mit Namen SWARZ für Batteriebusse und deren Bauteile eröffnet. Zugleich ist auf dem Werksgelände ein Innovationszentrum zur Verbesserung der Qualität im elektrischen Personenverkehr entstanden – die Investitionskosten für das Projekt werden mit rund einer Mrd. Rubel (ca. 14 Mio. Euro) beziffert. Zu den zukünftigen Entwicklungen sollen elektronische Bauteile, Batterien und Ladestationen gehören.

Darüber hinaus plant das Kamaz ein zweites Produktionsgebäude mit einer Fläche von 3.000 qm.

Die Fahrt in eine grüne Zukunft nimmt weiter Tempo auf

Mindestens 500 Stromer sollen im neuen Kamaz-Werk jährlich vom Band laufen – denn ab diesem Jahr setzt die russische Hauptstadt ausschließlich auf den Erwerb von Elektrobussen, bis 2030 soll die Umstellung der gesamten Moskauer Busflotte auf Elektrofahrzeuge abgeschlossen sein. Wenn das zweite Produktionsgebäude steht, wächst die Produktionskapazität auf insgesamt 700 Elektrobusse pro Jahr an.

Elf Prototypen sind bislang montiert worden, ab Mai sollen bereits die ersten Serienfahrzeuge auf den Straßen Moskaus unterwegs sein.

Die klimatisierten Niederflur-Batteriebusse von Kamaz sind mit 30 Sitzplätzen ausgestattet und bieten insgesamt Platz für 85 Fahrgäste. Passagiere mit Handicap können über eine Rampe zusteigen. An Bord gibt es neben USB-Anschlüssen zum Aufladen mobiler Geräte und Informationsbildschirmen auch kostenloses WLAN. Die Ladung soll via Pantograf an ultraschnellen Ladestationen entlang der Buslinie und an den letzten Haltestellen erfolgen.

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