Fußball-WM 2022: Katar ordert 741 Yutong-Elektrobusse

Rekordauftrag für den chinesischen Busbauer – Katars Verkehrsgesellschaft Mowasalat hat mit Yutong einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der die Lieferung von bis zu 1.002 Bussen vorsieht, davon 741 elektrisch.

Bei der virtuellen Unterzeichnungszeremonie des Rahmenabkommens zwischen Yutong, Qatar Free Zones Authority (QFZA) und dem Katarer Verkehrsunternehmen Mowasalat. (Foto: Yutong)
Bei der virtuellen Unterzeichnungszeremonie des Rahmenabkommens zwischen Yutong, Qatar Free Zones Authority (QFZA) und dem Katarer Verkehrsunternehmen Mowasalat. (Foto: Yutong)
Martina Weyh

Der Pendelverkehr für die kommende Fußballweltmeisterschaft in Katar 2022 wird mit Bussen von Yutong durchgeführt. Die Lieferung von bis zu 1.002 Bussen, 741 davon elektrisch und den Bau einer Fabrik zur Montage der E-Busse vor Ort in Katar, sieht der zwischen dem Verkehrsbetreiber Mowasalat, der Qatar Free Zones Authority (QFZA und dem chinesischen Busbauer ausgehandelte Rahmenvertrag vor.

Der Auftrag - bis dato der größte in der Firmengeschichte -  hat nach Angaben von Yutong ein Volumen von 1,8 Mrd. Yuan, umgerechnet rund 230 Mio. Der chinesische Busbauer setzt auf langfristige Beziehungen und will die nachhaltige Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in dem arabischen Land unterstützen, so Shen Hui, General Manager von Yutong.

Strategische Ausrichtung

„Better bus better life“ ist das Motto des größten chinesischen Busherstellers Yutong – das formulierte Ziel eine weltweite Expansion mithilfe von eng am Bedarf der Kunden orientierten maßgeschneiderten Transportlösungen. Nach Angaben von Yutong wurden bislang 130.000 Elektro-, Hybrid- und H2-Busse in mehr als 350 Städte, sowie in 24 Länder und Regionen verkauft, darunter Frankreich, Großbritannien, Australien, Chile und Dänemark.

Im Oktober 2019 stellten die Chinesen auf der Busworld erstmalig den speziell für den europäischen Markt bestimmten 12 m langen E-Bus (Yutong U12) vor – ausgestattet mit einer Batterie von bis zu 422 kWh und Achsen von ZF. Auch in die Entwicklung von aktiven Sicherheitssystemen, wie beispielsweise dem Fahrassistenzsystems BusEYE Pro wird nach Firmeninformationen stark investiert.

Ende 2019 hat der chinesische Busbauer einen Yutong ICE12 Elektro-Reisebus an den privaten Betreiber Martini Bus in Venedig ausgeliefert.

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