Am Flughafen Köln-Bonn sind jetzt MAN-Stromer unterwegs

Als erster deutscher Flughafen setzt Köln-Bonn drei elektrische MAN Lion’s City 18 E für den Passagier-Shuttle ein – darüber hinaus ergänzen zusätzlich sieben Lion’s City Hybridbusse die Flughafenflotte.

Die vollelektrischen MAN-Gelenkbusse vom Typ Lion’s 18 E werden auf dem Vorfeld eingesetzt und bringen dort Reisende von den Terminals zu den Flugzeugen oder holen sie nach der Landung an den Maschinen ab. (Foto: MAN)
Die vollelektrischen MAN-Gelenkbusse vom Typ Lion’s 18 E werden auf dem Vorfeld eingesetzt und bringen dort Reisende von den Terminals zu den Flugzeugen oder holen sie nach der Landung an den Maschinen ab. (Foto: MAN)
Martina Weyh

Der Köln-Bonner Flughafen schaut auf Nachhaltigkeit – die Anschaffung der elektrischen MAN-Gelenkbusse sei ein „weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu klimafreundlicher Mobilität“, so Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Eingesetzt werden die drei MAN-Gelenkstromer im Passagier-Shuttle und bringen Reisende zum Flugzeug oder nach der Landung zum Terminal.

MAN-Stromer bieten viel Platz

Die drei MAN Lion’s City 18 E bieten viel Platz und eignen sich deshalb neben dem großen Plus fürs Klima besonders für Einsätze mit erhöhten Beförderungsbedarf, wie an Flughäfen. Durch den Wegfall des Motorturms gibt es im lichtdurchfluteten Heck zusätzlich vier weitere Sitzplätze.

Angetrieben werden die vollelektrischen Gelenkbusse von zwei elektrischen Zentralmotoren an der zweiten und dritten Achse. Bei den Batterien haben die Münchner auf die Lithium-Ionen (NMC) Batteriezelltechnologie aus dem Konzernbaukasten zurückgegriffen. Platziert sind die insgesamt acht Batteriepacks auf dem Dach der Busse. Das hat gleich zwei Vorteile – erstens sind die Batterien damit außerhalb des crashgefährdeteren Heckbereichs verbaut und zweitens für den Service einfacher zugänglich.

MAN-Niederflur-Hybridbusse verstärken die Flotte zusätzlich

Auch sieben MAN-Hybridbusse mit sogenanntem EfficientHybrid-Modul wurden neu in die Flughafenflotte aufgenommen. Ein robuster und verschleißfreier Elektromotor, der im Antriebsstrang zwischen Motor und Getriebe sitzt, nutzt Bremsenergie, entlastet so den Dieselmotor und reduziert Emissionen und Kraftstoffverbrauch.

Beim Schubbetrieb oder Bremsen arbeitet ein Kurbelwellenstartgenerator als Generator (Lichtmaschine) und umgekehrt auch als Starter (Anlasser). Damit wird zusätzlich Kraftstoff gespart und der Fahrkomfort gleichzeitig verbessert, heißt es in der Pressemitteilung.