BYD: Neues Werk für LiFePO4-Batteriemodule in Brasilien

Die Produktionsstätte in der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, Manaus, ist der dritte Betrieb des chinesischen Unternehmens in Brasilien.

Im brasilianischen Manaus hat der chinesische Mischkonzern das erste Werk für die Produktion von LiFePO4-Batterien in Südamerika errichtet. (Foto: pixabay)
Im brasilianischen Manaus hat der chinesische Mischkonzern das erste Werk für die Produktion von LiFePO4-Batterien in Südamerika errichtet. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

BYD fertigt jetzt auch Batterien für Elektrobusse in Brasilien. Das neue Werk hat in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, aufgemacht und soll jährlich 18.000 LiFePO4-Batteriemodule fertigen, das meldet die Online-Plattform electrive.net.

Mit 15 Mio. Real, umgerechnet rund 2,28 Mio. Euro, schlagen die Investitionen von BYD in die neue 5.000 m2 hochautomatisierte Produktionsstätte zu Buche, die bei Bedarf erweitert werden könne. Die Online-Plattform bezieht sich auf Aussagen von Tyler Li, der bei BYD für das Brasilien-Geschäft verantwortlich zeichnet. Er gibt die tägliche Produktionsmenge von Batteriemodulen in Manaus mit 48 an, für den Monat September will das chinesische Unternehmen eine Stückzahl von 1.000 erreichen. Die Batterien werden darüber hinaus in Manaus auch in E-Bus-Fahrgestelle eingebaut.

Frühzeitige Positionierung am Markt

Derzeit ist die die Elektrifizierung von Busflotten in Südamerika noch ein Nischenmarkt, deren Potenziale BYD jedoch als sehr hoch einschätzt und im Land aktiv fördern will. Bereits 2015 eröffnete der chinesische Konzern in Campinas im Bundesstaat Sao Paulo ein Werk für die Produktion von Elektrobus-Fahrgestellen, 2017 kam dort eine Fabrik für Photovoltaikmodule hinzu.

BYD wird die lokal produzierten Batterien auch in die vom örtlichen Verkehrsbetreiber in Stadt São José dos Campos im Bundesstaat Sao Paulo bestellten zwölf 22 m langen Elektro-Gelenkbusse verbauen. Mit der Stadt unterhält das Unternehmen nach Informationen von electrive.net seit 2018 Geschäftsbeziehungen, damals wurden 30 BYD-Elektroautos der Modelle e5 und e6 für den Einsatz bei der Polizei und anderen Regierungsbehörden geleast.

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