KfW-Umfrage: Attraktiverer ÖPNV würde mehr genutzt

Die staatliche Förderbank hat rund 4.000 Haushalte befragt – das Ergebnis: eine Mehrheit kann sich grundsätzlich vorstellen häufiger Nahverkehrsmittel oder Fahrrad zu nutzen, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Laut KfW-Studie hat das Fahrrad auch auf dem Land Potenzial, eine tragende Säule der Verkehrswende zu werden. (Foto: pixabay)
Laut KfW-Studie hat das Fahrrad auch auf dem Land Potenzial, eine tragende Säule der Verkehrswende zu werden. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann sich einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW zufolge grundsätzlich vorstellen, häufiger vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder aufs Fahrrad umzusteigen – wenn denn die Voraussetzungen stimmen, z.B. attraktive Fahrpreise.

Rund 75 % der rund 4.000 repräsentativ befragten Haushalte, die regelmäßig mit dem Auto unterwegs sind, halten demnach einen häufigeren Wechsel auf Busse und Co. für vorstellbar, bei fast 66 % gilt dies fürs Fahrrad. Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land bei den dafür notwendigen Anreizen.

Bei schlechter Anbindung ist das Auto Favorit

Je ländlicher die Region und je schlechter die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist, desto häufiger wird das Auto genutzt. Auf dem Land ist den Angaben zufolge sowohl der Pkw-Bestand je Haushalt als auch der Anteil der Haushalte, die täglich ein Auto nutzen, etwa doppelt so hoch wie in Großstädten. Im ländlichen Raum würde eine bessere Anbindung bei 71 % der Befragten zu einer stärkeren Nutzung des ÖPNV führen.

In der Großstadt spielt ein günstiges Ticketangebot die größte Rolle

In den Großstädten dominiert hingegen der Kostenaspekt, bringt die KfW-Umfrage ans Licht. Günstigere Fahrpreise wären für rund 58 % der Haushalte eine Motivation, öfter auf Busse und Bahn umzusteigen.

Keine signifikanten Unterschiede bei der Fahrradnutzung

Keine großen Unterschiede zeigten sich dagegen zwischen Stadt und Land in puncto Radlfahren. Voraussetzung für eine stärkere Nutzung des Drahtesels ist für mehr als die Hälfte der Haushalte eine bessere Infrastruktur (Städte mehr als 50 %/Landgemeinden gut 48 %). Fast die Hälfte der Befragten (Städte rund 45 %/Landgemeinden rund 42 %) würde bei einer besseren Kombinierbarkeit mit dem ÖPNV das Rad häufiger nutzen.

Die Anschaffung eines E-Bikes könnte laut Umfrage für insgesamt fast 28 % der Haushalte ein Anreiz für einen Umstieg sein. Das Fahrrad habe somit auch auf dem Land Potenzial, eine tragende Säule der Verkehrswende zu werden, heißt es in der KfW-Studie.

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