Schweiz: Umweltzone für den Kanton Genf

Ab 15. Januar 2020 wird je nach Emissionsklasse für die Einfahrt nach Genf und Umgebung eine Stik’Air-Vignette benötigt.

Der Schweizer Kanton Genf reagiert auf die anhaltende Luftverschmutzung mit der Einführung einer temporären Umweltzone. (Foto: Green-Zones)
Der Schweizer Kanton Genf reagiert auf die anhaltende Luftverschmutzung mit der Einführung einer temporären Umweltzone. (Foto: Green-Zones)
Martina Weyh

Der Kanton Genf hat zum 15. Januar 2020 die Einführung einer Umweltzone beschlossen. Hintergrund der Entscheidung sei die hohe Zahl von Sterbefällen, die sich auf Luftverschmutzung zurückführen lassen, allein im Jahr 2018 sollen in der gesamten Schweiz rund 3.000 Menschen an den daraus resultierenden Folgen verstorben sein.

Nach Angaben des Online-Portals Green-Zones handele es sich im Kanton Genf um eine temporäre Zone, die während einer Luftverschmutzungsspitze mit wenigen Stunden Vorlauf aktiviert werde und dann zwischen 6 und 22 Uhr gelte.

Je nach Emissionsklasse müssen ab dem Stichtag im Januar für die Einfahrt in den Kanton Stik’Air-Vignetten erworben werden, die die Schweizer Behörden dann zum Selbstkostenpreis vertreiben. Wer die neuen Umweltregeln missachtet, muss Bußgelder in Höhe von 500 CHF ( ca. 455 Euro) befürchten, allerdings soll es eine Schonfrist bis Ende März 2020 geben.

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