Meinungsbeitrag

Deutschlandticket: BMEL erwartet positive Effekte für ländliche Regionen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schätzt, dass das 49-Euro-Ticket die Mobilität der Menschen in ländlichen Regionen verbessert und dort Impulse für die Gastronomie und die Hotellerie gibt.

Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sieht klar, dass auf dem Land unter anderem Bedarfsverkehre ausgebaut werden sollten. (Foto: Dietmar Fund)
Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sieht klar, dass auf dem Land unter anderem Bedarfsverkehre ausgebaut werden sollten. (Foto: Dietmar Fund)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei taxi heute von Dietmar Fund)

„Das Deutschlandticket ist ein zukunftsweisender Impuls zur Nachfragesteigerung im ÖPNV und Regionalverkehr. Das gilt nicht nur für die Städte und Ballungsräume, sondern kann sich perspektivisch auch positiv auf Mobilitätsangebote in den ländlichen Räumen auswirken. Unverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg der Mobilitätswende bleibt aber ganz klar die Verbesserung des Nahverkehrsangebots gerade in ländlichen Regionen.“ Das hat Claudia Müller, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, am 29. April 2023 in einer Pressemitteilung erklärt.

Unter anderem schreibt sie darin, das neue Ticket könne die Mobilität der Menschen in ländlichen Räumen erhöhen. Von ihm könnten zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit geringem Einkommen und solche ohne Führerschein profitieren. Es sei zu erwarten, dass das neue Ticket zu einem Anstieg des Nahtourismus führen werde. Ländliche Regionen mit guter ÖPNV-Anbindung würden an Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort gewinnen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin kündigte an, dass ihr Ministerium die Entwicklung der Effekte des Deutschlandtickets für den ländlichen Raum begleiten werde. Das gehöre zum Kabinettbericht ländliche Räume, der im Herbst 2024 vorgelegt werden solle. Analysen sollten auch in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) durchgeführt werden. Für ein Gelingen der Mobilitätswende seien unter anderem der Ausbau der Bedarfsverkehre und die Erleichterung von Umstiegen durch den Aufbau von Mobilitätsstationen dringend erforderlich. Taxis und Mietwagen kommen in ihrer Presseerklärung nicht vor.