Update Tarifstreit im Ländle: WBO will neues Angebot vorlegen

Die gestrige (16. November) elfte Runde im Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag im privaten Omnibusgewerbe wurde am frühen Abend auf kommenden Montag (22. November) vertagt – dann will die Arbeitgeberseite einen neuen hoffentlich konsensfähigen Vorschlag unterbreiten.

Bringt der kommende Montag endlich eine Einigung im Streitpunkt um die Bezahlung der Standzeiten? (Foto: pixabay)
Bringt der kommende Montag endlich eine Einigung im Streitpunkt um die Bezahlung der Standzeiten? (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Am vergangenen Montag hatten nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di über 800 Busfahrerinnen und -fahrer aus 20 Unternehmen landesweit gestreikt, um den Druck auf die Arbeitgeberseite aufrecht zu halten. In dem seit Monaten andauernden und von Arbeitskampf geprägten Tarifverhandlungen sind wichtige Punkte bereits geeint – immer noch keinen Konsens zwischen Gewerkschaft und WBO gibt es über die Bezahlung der Standzeiten.

Am frühen Abend der für gestern anberaumten mittlerweile elften Verhandlungsrunde in Sindelfingen, die der WBO als konstruktiv bezeichnete, wurden die Gespräche auf Montag (22. November) vertagt – die Arbeitgeber kündigten an, dann ein neues Angebot vorzulegen.

„Nach acht Monaten Verhandlungen können wir auch noch eine letzte Woche warten. Wir setzen darauf, dass die Arbeitgeber am kommenden Montag ein Angebot mitbringen, das eine Beendigung des Tarifkonflikts möglich macht“, so Ver.di-Verhandlungsführerin Hanna Binder.

Der bei der Kundgebung am vergangenen Montag übergebene Brandbrief, in dem die Gewerkschaft die Landesregierung für eine bessere Finanzierung des ÖPNV in die Pflicht nimmt, wurde gestern vom grünen Landtagsabgeordneten Michael Joukov-Schwelling an Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergeben.

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