Betriebsrente für Hessens Busfahrer

Betriebliche Altersvorsorge für das Fahrpersonal – darauf haben sich der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) verständigt.

V.l.n.r.: Jochen Koppel (ver.di-Verhandlungsführer), Volker Tuchan (LHO-Geschäftsführer), Karl Reinhard Wissmüller (LHO-Vorsitzender) bei der Unterzeichnung der bAV-Tarifverträge im HOLM/Frankfurt. (Foto: LHO)
V.l.n.r.: Jochen Koppel (ver.di-Verhandlungsführer), Volker Tuchan (LHO-Geschäftsführer), Karl Reinhard Wissmüller (LHO-Vorsitzender) bei der Unterzeichnung der bAV-Tarifverträge im HOLM/Frankfurt. (Foto: LHO)
Martina Weyh

Die hessischen Busfahrer können sich über eine betriebliche Altervorsorge freuen – der Vertrag auf den sich der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) geeinigt haben, sieht den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge „BusRente Hessen“ für das Fahrpersonal vor, und zwar rückwirkend zum 01.01.2020.

Dies ist eine im deutschen Busgewerbe bislang einmalige Branchenlösung. Es beteiligen sich alle an den LHO-Tarifvertrag gebundenen Busunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

„Mit der ‚BusRente Hessen‘ soll die Altersversorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Lenkrad im Einsatz sind, zusätzlich zur gesetzlichen Rente gesichert werden“, erklärte Karl Reinhard Wissmüller, Vorsitzender des LHO bei der Unterzeichnung des Vertrages am Mittwochnachmittag (8. September) im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt.

„Die betriebliche Zusatzrente dokumentiert unsere Wertschätzung für das Busfahrpersonal und ist eine Anerkennung für deren täglich anspruchsvolle Arbeit. Wir haben eine soziale Verantwortung, die sich einmal mehr im Tarifvertrag dokumentiert“, so Wissmüller.

 

Auch Ver.di-Verhandlungsführer Jochen Koppel freut sich über das Ergebnis:

„Damit gehen wir in der Tarifpolitik wieder einmal neue Wege. Wir packen ein Problem an, das viele Beschäftigte in der Busbranche bewegt. Und wir bieten eine praktikable Lösung, die auch dazu beiträgt, den Busfahr-Beruf attraktiver zu machen. Dass wir das in Hessen hinbekommen haben, ist ein Riesenerfolg, der auch in anderen Bundesländern Beachtung finden wird.“

Mit Unterstützung von zwei externen Rentenexperten haben die Tarifpartner in kleinen Kommissionen eine attraktive Lösung für beide Seiten gefunden. Die „BusRente“ gilt für alle fahrenden Beschäftigten und Auszubildenden, die eine zweijährige Betriebszugehörigkeit haben und regelmäßig mindestens 60 % im Linienverkehr arbeiten. Zusammen mit einem Versicherungspartner (Signal Iduna Leben) legen LHO und Ver.di einen Rahmenvertrag vor, der die betriebliche Altersversorgung der beschäftigten Busfahrer in der Busbranche sichert.

Die Beiträge zu diesem neuen Versorgungswerk setzen sich zusammen aus Leistungen der Arbeitgeber (künftig bis rund 120 Euro monatlich) und aus Eigenbeiträgen durch Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Der vom Arbeitnehmer umgewandelte Teil seines Entgeltes wird vom Arbeitgeber nochmals mit 20 % bezuschusst.

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