Update Busstreik Rheinland-Pfalz: Nach drei Wochen fahren die Busse wieder normal

Die Gewerkschaft Ver.di und die Arbeitgeber haben sich auf eine Schlichtung im Tarifstreik geeinigt.

Mehr als 2.000 Busfahrer hatten sich am seit 21. Juni ausgerufenen Erzwingungsstreik beteiligt und den ÖPNV in Rheinland-Pfalz weitgehend lahmgelegt. (Foto. pixabay)
Mehr als 2.000 Busfahrer hatten sich am seit 21. Juni ausgerufenen Erzwingungsstreik beteiligt und den ÖPNV in Rheinland-Pfalz weitgehend lahmgelegt. (Foto. pixabay)
Martina Weyh

Entspannung an der Verhandlungsfront – die Streikmaßnahmen wurden vorerst ausgesetzt, zwei Schlichter sollen ab nächster Woche eine tragfähige Lösung für beiden Seiten vermitteln.

Dreh- und Angelpunkt auf dem Weg zu einer einvernehmlichen Lösung ist die Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz an den Mehrkosten eines künftigen Tarifvertrages, die grundsätzlich vom Land bereits zugesagt wurde. Da das benachbarte Hessen und Baden-Württemberg deutliche bessere Arbeitsbedingungen bieten, droht sonst eine Abwanderung der rheinland-pfälzischen Busfahrer.

Nach Informationen des SWR sind sich Ver.di-Verhandlungsführer Marko Bärschneider und die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz (VAV) grundsätzlich einig – innerhalb der nächsten zwei Wochen wolle das Land nun eine „konkrete Zahl“ nennen und auch bei den Schlichtungsverhandlungen mit am Tisch sitzen.

Drei Wochen im Ausnahmezustand

Mehr als 2.000 Busfahrer hatten sich am seit 21. Juni ausgerufenen Erzwingungsstreik beteiligt und den ÖPNV in Rheinland-Pfalz weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten u.a. eine Anhebung der Löhne und die Bezahlung der Standzeiten. Der Manteltarifvertrag war bereits vor zwei Jahren gekündigt worden, seither schwelt der Konflikt, der rund 3.500 Busfahrer betrifft.

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