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Update Busfahrerstreik Hessen: Schlichtungsergebnisse

Der Tarifstreit im privaten hessischen Omnibusgewerbe ist beigelegt – Ver.di und LHO haben sich auf deutliche Einkommenssteigerungen verständigt.

Mit der Einigung soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die gesellschaftspolitische Bedeutung des Busfahrerpersonals sowie die Wertschätzung ihrer täglichen anspruchsvollen Arbeit für die Menschen in Hessen anzuerkennen, ist in der gemeinsamen Presseerklärung beider Tarifpartner zu lesen. (Foto: Ver.di)
Mit der Einigung soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die gesellschaftspolitische Bedeutung des Busfahrerpersonals sowie die Wertschätzung ihrer täglichen anspruchsvollen Arbeit für die Menschen in Hessen anzuerkennen, ist in der gemeinsamen Presseerklärung beider Tarifpartner zu lesen. (Foto: Ver.di)
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Martina Weyh

Wie aus der gemeinsamen Presseerklärung von Ver.di und dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hervorgeht, einigten sich beide Seiten auf deutliche Lohnverbesserungen. Die Schlichtungsgespräche unter Volker Sparmann, dem Mobilitätsbeauftragten des Hessischen Verkehrsministeriums zeitigten folgende Ergebnisse, dem die Tarifkommissionen beider Tarifpartner, vorbehaltlich der Zustimmung der Verdi-Mitglieder bei einer Urabstimmung, zustimmten:

Busfahrer*innen im hessischen ÖPNV sollen stufenweise knapp 29 Prozent mehr Lohn erhalten. Der sogenannte Ecklohn (Tabellenlohn) wird in vier Schritten erhöht,

  • von derzeit 13,50 Euro zum 1.1.2020 auf 15,00 Euro,
  • zum 1.4.2021 auf 16,00 Euro,
  • zum 1.7. 2022 auf 16,70 Euro
  • und in einem vierten Schritt zum 1.10.2023 auf 17,40 Euro.

Außerdem ist für das zurückliegende Jahr 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 950 Euro vorgesehen.

Die Verwaltungsangestellten und das Werkstattpersonal bekommen mit jedem der vier Schritte jeweils 2,9 Prozent mehr Lohn. Die Ausbildungsvergütung wird ebenfalls um Beträge zwischen 125 und 195 Euro angehoben,.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2024, demnach haben Fahrgäste voraussichtlich einige Jahre keine Streiks mehr zu befürchten.

Darüber hinaus vereinbarten beide Seiten, die Zeiten unbezahlter fahrplanbedingter Pausen weiter zu verringern und die Einführung einer betrieblichen Altersversorgung, die bei einem Prozent eines Monatsgrundlohns beginnt und stufenweise auf vier Prozent angehoben wird. Voraussetzung dafür ist eine zweijährige Betriebszugehörigkeit.

Ver.di wie LHO erhoffen sich, mit der ausgehandelten verbesserten Vergütung auch die Attraktivität des Berufs zu steigern und dem zunehmenden Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal entgegenzuwirken.

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