Update Tarifkonflikt RLP: Jetzt liegt der Ball beim Land

Die Gewerkschaft Ver.di und die Vereinigung der Arbeitgeberverbände des Verkehrsgewerbes Rheinland-Pfalz (VAV) sind sich im ewig lange währenden Tarifkonflikt endlich einig – jetzt ist das Land gefragt, dass die Mehrkosten finanzieren soll.

Martina Weyh

Eine Einigung im Tarifkonflikt des rheinland-pfälzischen Busgewerbes ist greifbar nah – verständigt haben sich die beiden Tarifparteien Ver.di und VAV auf ein Weihnachtsgeld in Höhe von 1.400 €, ein Urlaubsgeld in Höhe von 600 € sowie die Erhöhung der Zuschläge für Sonn- und Feiertage von 50 % und 100 %.

Wie die Gewerkschaft mitteilt, gibt es auch eine Lösung beim Dreh- und Angelpunkt-Thema Durchbezahlung der Standzeiten, über das lange gestritten wurde. Ver.di und der VAV konnten sich hier auf ein Modell einigen, das deutliche Verbesserungen bei der Pausen- und Standzeitbezahlung bringt.

Auch beim Thema Schichtlängenbegrenzung gibt es Konsens – eine Schichtlänge von 12 Stunden soll künftig nicht mehr überschritten werden. Ob das klappt, soll nach 24 Monaten evaluiert werden.

Jetzt liegt der Ball beim Land und den Kommunen, denn die müssen die Mehrkosten, die sich aus dem neuen Manteltarifvertrag ergeben, zu 100 % finanzieren.

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