Update Tarifstreit Rheinland-Pfalz: Streik abgewendet, Einigung in Sicht

Ein Vermittlungsgespräch mit Staatssekretärin Katrin Eder hat für eine Wende gesorgt – Ver.di und VAV haben den Entgelttarifvertrag gezeichnet.

Für die zweite Dezemberwoche sind drei Verhandlungstermine zwischen Ver.di und VAV angesetzt, um den noch offenen Manteltarifvertrag endlich auf den Weg zu bringen. (Foto: pixabay)
Für die zweite Dezemberwoche sind drei Verhandlungstermine zwischen Ver.di und VAV angesetzt, um den noch offenen Manteltarifvertrag endlich auf den Weg zu bringen. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

In den Dauerstreit zwischen der Gewerkschaft Ver.di und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz (VAV) im Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag ist Bewegung gekommen. Die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Katrin Eder konnte in einem erfolgreichen Vermittlungsgespräch beide Seiten zusammenführen. VAV und Ver.di unterzeichneten den Entgelttarifvertrag, der den Busfahrern rückwirkend zum 1. November 2021 17,20 Euro Stundenlohn garantiert.

Damit sei es gelungen, „einen ganz großen Schritt in die Richtung einer endgültigen und langfristigen Befriedung herbeizuführen“, teilt die Gewerkschaft mit. Die ab 27. November angekündigten neuen Streiks sind damit erst einmal vom Tisch.

Für die zweite Dezemberwoche sind drei Verhandlungstermine zwischen Ver.di und VAV angesetzt, um den noch offenen Manteltarifvertrag endlich auf den Weg zu bringen.

„Uns ist es nun wichtig, die noch offenen Punkte aus der Mediation, welche insbesondere die verbesserten Arbeitsbedingungen darstellen, in einem zukunftsorientierten Manteltarifvertrag zu einen. Hierfür ist die Schaffung des RPI Index sehr wichtig, der bereits final im Arbeitsgruppenkreis ausgearbeitet wird … Wir gehen davon aus, dass wir uns auch im Dezember abschließend und endgültig auf einen guten Manteltarifvertrag einigen werden“, erklärte Ver.di-Verhandlungsführer Marko Bärschneider.

Auch auf der Arbeitgeberseite herrscht Erleichterung. Der Abschluss sei möglich geworden heißt es von VAV-Seite, weil den Arbeitgebern am Mittwoch von der Landesregierung die nötige Rechtssicherheit eingeräumt worden sei.

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