Gerhard Richter: Verborgene Schätze im Museum Kunstpalast in Düsseldorf

Mehr als 130 Arbeiten aus allen Schaffensphasen und Werkgruppen Gerhard Richters vereint die große Herbstausstellung die vom 05. September 2024 bis zum 02. Februar 2025 am Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen sein wird. Bei vielen Arbeiten handelt es sich um Werke aus Privatsammlungen, die zuvor selten oder sogar noch nie öffentlich gezeigt wurden.

In der kommenden Ausstellung zu sehen ist auch dieses Werk von Gerhard Richter: Schärzler, 1964, Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm, Privatsammlung, Essen © Gerhard Richter 2024 (0028). (Foto: Gerhard Richter/ 2011)
In der kommenden Ausstellung zu sehen ist auch dieses Werk von Gerhard Richter: Schärzler, 1964, Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm, Privatsammlung, Essen © Gerhard Richter 2024 (0028). (Foto: Gerhard Richter/ 2011)
Franziska Neuner

In der umfassendsten Gerhard-Richter-Ausstellung in Deutschland seit über zehn Jahren geben diese Arbeiten Einblick in das gesamte Spektrum seiner Kunst – von den Anfängen in den frühen 1960er Jahren bis in die jüngste Vergangenheit.

Das Rheinland als ideales Umfeld zur künstlerischen Entfaltung

Die Ausstellung lenkt den Blick auf das Rheinland als ein ideales Umfeld, in dem sich das Werk von Gerhard Richter seit seiner Übersiedlung aus Dresden im Jahr 1961 entfalten konnte.

Hier traf er auf Gleichgesinnte wie Sigmar Polke und Günther Uecker, auf Vorbilder und Reizfiguren wie Joseph Beuys und schließlich auch auf neugierige wie umtriebige Sammlerschaft, die sich rund um die jungen Galerien in Düsseldorf und Köln gebildet hatte.

Sammlertradition im Rheinland

Die gezeigten Werke wurden von engagierten Sammlern und seit den 1980er Jahren auch von großen Unternehmen erworben, zum Teil mit Künstlerkollegen getauscht.

Viele der Arbeiten wurden über die Zeit an eine jüngere Generation weitergegeben, welche die Sammeltradition im Rheinland bis heute aktiv weiterführt.

Überblick mit Schwerpunkt Malerei

Mit rund 130 Werken ermöglicht die Schau einen Überblick über das gesamte OEuvre Richters von den frühen 1960er Jahren bis in die jüngste Gegenwart. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Gattung Malerei: Mehr als 70 Gemälde führen die Besuchenden von den ersten, schwarz-weißen Fotobildern, den strengen Farbtafeln und grauen Bildern zu den monumentalen Landschaften, den weichen und freien Abstraktionen bis zu den letzten ungegenständlichen Gemälden aus dem Jahr 2017.

Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien und Skulpturen sowie der einzige von Gerhard Richter gedrehte Künstlerfilm belegen den großen Reichtum der  rheinischen Sammlungen und verleihen der Ausstellung retrospektiven Charakter. 

Online-Tickets für diese umfassende Schau sind bereits im Vorverkauf erhältlich unter www.kunstpalast.de/de/shop