Bayern: Neue Coronaregeln ab 2. September

Es wird eine neue, 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, die am 2. September 2021 in Kraft tritt und bis einschließlich 1. Oktober 2021 gilt.

Die Sieben-Tage-Infektionsinzidenz wird durch die neue Krankenhausampel abgelöst. (Foto: Pixabay)
Die Sieben-Tage-Infektionsinzidenz wird durch die neue Krankenhausampel abgelöst. (Foto: Pixabay)
Claus Bünnagel

Krankenhausampel statt Sieben-Tage-Infektionsinzidenz 

Es entfallen alle bisher inzidenzabhängigen Regelungen. Lediglich für die Anwendung der 3G-Nachweispflicht bleibt die Sieben-Tage-Infektionsinzidenz relevant – ab einer Inzidenz von 35 als Startpunkt. An ihre Stelle tritt eine neue Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems. 

Stufe Gelb der Ampel ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils vorhergehenden sieben Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungsinzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, gilt u.a.: 

  1. Anhebung des Maskenstandards auf FFP2
  2. Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen
  3. Kontaktbeschränkungen
  4. Erfordernis, als Nachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule)

Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen (maßgeblich sind die Zahlen des Divi-Intensivregisters). Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. 

Im Innenbereich grundsätzlich 3G-Grundsatz 

Ab einer Sieben-Tage-Infektionsinzidenz von 35 gilt in Innenräumen der 3G-Grundsatz. Dies betrifft auch den touristischen Reisebusverkehr. Für Kinder, die noch nicht eingeschult sind, gibt es Ausnahmen. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet. Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen. 

Ausgenommen vom 3-G-Grundsatz ist der ÖPNV. 

Medizinische Maske wird neuer Maskenstandard

Die FFP2-Maskenpflicht entfällt. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Außerdem wird künftig überall wie folgt differenziert: 

  • Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen)
  • In geschlossenen Räumen gilt eine generelle Maskenpflicht. Ausgenommen sind Privaträume, der Platz in der Gastronomie sowie jeder feste Sitz- oder Stehplatz (u.a. auch im Reisebus), wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind
  • Im ÖPNV und im Fernverkehr gilt die Maskenpflicht (künftig OP-Maske) ausnahmslos. In Schule und Kita sowie Alten- und Pflegeheime gelten Sonderregelungen. 

Alle weiteren Neuregelungen können Sie dem Bericht aus der Kabinettssitzung im Anhang entnehmen.

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