Sicher unterwegs: Brandschutz für Fahrgäste

Das vollautomatisch auslösende Fogmaker-Löschsystem bekämpft die Feuerquelle effektiv mit einem Hochdruckwassernebel.

Die Fogmaker-Hochdruckwassernebel-Feuerlöschanlage besteht aus den Komponenten Kolbenakkumulator/Feuerlöschmittelbehälter mit patentiertem Auslöseventil, Hochdrucklöschmittelverteilsystem bestehend aus Hochdruckzuleitung, Edelstahlrohrverteilung und speziellen Hochdrucklöschdüsen mit Schutzkappe, Detektionsmitteldruckspeicher verbunden mit einem Detektionsschlauch aus Sonderpolymer mit Edelstahlspiralschutz. (Foto: Fischer/Fogmaker)
Die Fogmaker-Hochdruckwassernebel-Feuerlöschanlage besteht aus den Komponenten Kolbenakkumulator/Feuerlöschmittelbehälter mit patentiertem Auslöseventil, Hochdrucklöschmittelverteilsystem bestehend aus Hochdruckzuleitung, Edelstahlrohrverteilung und speziellen Hochdrucklöschdüsen mit Schutzkappe, Detektionsmitteldruckspeicher verbunden mit einem Detektionsschlauch aus Sonderpolymer mit Edelstahlspiralschutz. (Foto: Fischer/Fogmaker)
Claus Bünnagel

Die Fischer Industriemotorenzubehör GmbH der Fischer-Gruppe aus Emsdetten ist seit Jahren Lieferant und Servicepartner von Brandschutzlösungen für alle Arten an Fahrzeugen, Aggregaten, Maschinen- und Motorenräume. Die neue EU-Verordnung UNECE R107 zum ÖPNV (Vorordnung über öffentliche Personennahverkehrsdienste) beinhaltet den Einsatz von Feuerlöschanlagen in Nahverkehrsbussen und zukünftig auch in Überland- und Reisebussen. Hiermit verbunden sind neue Anforderungen bzw. Vorgaberichtlinien für Kommunen bei der Vergabe von Dienstleistungsaufträgen an Busunternehmen.

Hohe Abgastemperaturen fördern Brandrisiko

Als Partnerunternehmen des schwedischen Premiumherstellers Fogmaker (www.fogmaker.deberät Fischer alle Interessenten in puncto Brandschutzinvestitionen. 

Eine Zündquelle kann schneller entstehen als man erwartet. Das muss nicht immer ein technischer Defekt sein, sondern kann auch durch menschliche Fehler entstehen, wie beispielsweise ein ölgetränkter Lappen auf dem Abgaskrümmer. Immer strengere Emissionsgrenzwerte der Motoren erfordern hohe Abgastemperaturen, um die Funktion der Rußpartikelfilter- und SCR-Systeme zu gewährleisten. Dadurch nimmt das Brandrisiko zu. (Ingo Ubrich, Bereichsleitung Fischer IMZ)

Hochdruckwassernebel bekämpft die Feuerquelle

Das vollautomatisch auslösende Fogmaker-Löschsystem bekämpft die Feuerquelle effektiv mit einem Hochdruckwassernebel. Fein versprühter Wassernebel verdrängt den für das Feuer notwendigen Sauerstoff und kühlt die Umgebungstemperatur sehr schnell herunter. Das Löschmedium Wasser ist unbedenklich für den Menschen und belastet die Umwelt nicht. 

Die Funktionsweise

Der Feuerlöschmittelbehälter enthält ein Gemisch aus 97 % Wasser und 3 % Antifrost- und Löschmittelzusatz. Die Sekundärseite des Behälters ist mit Stickstoff als Treibgas geladen. Der Systemdruck im Innern liegt bei 105 bar. Das mit Detektionsmittel gefüllte System ist mit über 20 bar beaufschlagt. Die beiden Teile sind über einen speziellen Detektionsschlauch über das patentierte Auslöseventil verbunden.

Durch einen Brand birst der unter Druck stehende Detektionsschlauch. Daraufhin fällt der Druck von 20 bar schlagartig ab und die im Auslöseventil sitzende Membrane platzt. Das Ventil des unter über 100 bar stehenden Feuerlöschkreislaufes wird geöffnet und die Feuerlöschflüssigkeit gelangt über den Hochdruckschlauch und das Edelstahlrohrverteilsystem zu den Hochdrucklöschdüsen. Hier wird die Schutzkappe auf Grund des Drucks abgesprengt und das Löschmittel entweicht als feinster Nebel.

Bei der Expansion des Wassers nimmt der Wassernebel ein 1.700-faches Volumen an und verdrängt den für das Feuer notwendigen Sauerstoff. 1 l Löschmittel entzieht der unmittelbaren Umgebung bei der Verdampfung ca. 540.000 Kalorien und kühlt den zu schützenden Raum bzw. Motorraum in zehn Sekunden um über 700°C ab. Der im ganzen Raum verteilte Nebel ist mit Löschmittel gesättigt und setzt sich auf die Bauteile. Mit dieser Schutzschicht wird ein Wiederentzünden des Feuers verhindert. Der Fahrer wird über einen akustischen bzw. optischen Alarm sowie über das optionale Alarmdisplay über den Status der Anlage informiert.

Montage und Inbetriebnahme durch Fischer IMZ

Zudem übernehmen die erfahrenen Spezialisten aus Emsdetten die die fachgerechte Montage und Inbetriebnahme des Brandschutzsystems. Autorisierte Servicetechniker überprüfen jährlich das Brandlöschsystem. Hierbei werden u.a. Löschmittelverteilsystem, Detektionskreis, Aktivierungsmechanismus und Alarmschleife auf Beschädigungen, Undichtigkeiten und Korrosion untersucht. Als Vertragspartner von Fogmaker International AB bietet Fischer IMZ außerdem die Revision des Löschmittelbehälters an. Umfassend ausgestattete Servicefahrzeuge lassen einen mobilen Einsatz vor Ort zu.

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