Sonderausstellung in Meran „Killerpflanzen – die grünen Fleischfresser“

In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff stehen 2019 fleischfressende Pflanzen im Mittelpunkt.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff begeisterten 2018 über 400.000 Besucher. (Foto: pixelio/Max Müller)
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff begeisterten 2018 über 400.000 Besucher. (Foto: pixelio/Max Müller)
Martina Weyh

Am 1. April 2019 öffnet Schloss Trauttmansdorff im Meran Besuchern wieder seine weit über die Region bekannten Gärten. In der diesjährigen ablaufenden Saison waren 403.091 Besucher in den Gärten zu Gast. Im kommenden Jahr stehen fleischfressende Pflanzen im Fokus. Im Rahmen einer Sonderausstellung wollen die Veranstalter alle interessanten Fakten rund um fleischfressende Pflanzen aufbereiten, unter anderem sollen Fallentypen vorgestellt und die große Artenvielfalt innerhalb dieser speziellen Pflanzengattung gezeigt werden. Pflanzen-Modelle, lebende Pflanzen und eigens konzipierte Führungen flankieren und vervollständigen die Schau.

Über einen Höhenunterschied von 100 Metern erstrecken sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran auf einer Fläche von zwölf Hektar in Form eines natürlichen Amphitheaters. In über 80 Gartenlandschaften blühen und gedeihen die verschiedensten Pflanzen aus aller Welt. Vielfältige Themengärten, zahlreiche Erlebnisstationen und Künstlerpavillons die sich stetig und dadurch immer wieder neu im Wandel der Jahreszeit verändern, machen die Gärten zu einem attraktiven Ausflugsziel.

Das Schlossgebäude

Inmitten der Gärten - mit beeindruckenden Ausblicken auf die umliegende Bergwelt - erhebt sich Schloss Trauttmansdorff, das schon Kaiserin Elisabeth von Österreich als Erholungs- und Rückzugsort diente. Heute beherbergt es das Touriseum, Südtirols Landesmuseum für Tourismus, das erste Museum des Alpenraums, das sich umfassend und ausschließlich mit der Geschichte des Tourismus befasst. 200 Jahre alpine Tourismusgeschichte sind dort aus Sicht der Reisenden wie der Bereisten anschaulich aufbereitet.

Die Ursprünge von Schloss Trauttmansdorff reichen bis ins Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gebäude um 1300. Noch heute sind die mittelalterlichen Mauern an der Südwestseite des Schlosses erkennbar. Auch die Krypta stammt aus jener Zeit. Ebenfalls erhalten ist der aus der Renaissance- Zeit stammende Freskenraum. Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von Graf Joseph von Trauttmansdorff mit neugotischen Elementen auf die heutige Größe erweitert, gilt das Schloss als frühestes Beispiel für den neugotischen Burgenbau in Tirol.

Printer Friendly, PDF & Email