Opels Kleinbus ist jetzt ein Ducato

Statt vom Renault Master stammt das große Basisfahrzeug für Mehrzwecktaxis und Schülertransporte jetzt vom eingeheirateten Fiat Ducato ab. Es bietet auch eine batterieelektrische Variante.

Von außen zeigt nur der neue Bug, dass es sich um einen Opel Movano und nicht um einen Fiat Ducato handelt. (Alle Fotos: Opel)
Von außen zeigt nur der neue Bug, dass es sich um einen Opel Movano und nicht um einen Fiat Ducato handelt. (Alle Fotos: Opel)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei taxi heute von Dietmar Fund)

Mit ersten Fotos mit neuem Bug und neuen Marken-Emblemen im bekannten Cockpit des großen Transporter Fiat Ducato kündigt Opel jetzt den neuen Movano an. Unter dem alten Namen bietet der Transporter, den es auch in Varianten für die Personenbeförderung geben soll, vier Längen und drei Dachhöhen. Mit zweien davon könnte er sich auch als Mehrzwecktaxi mit Systemboden zur wahlweisen Beförderung von Rollstuhlfahrenden und sitzenden Fahrgästen eignen. Die zulässigen Gesamtgewichte liegen zwischen 2,8 und 4,0 t.

Unter der Stummelhaube arbeiten Dieselmotoren mit 2,2 l Hubraum und Leistungen zwischen 88 kW/120 PS bis 121 kW/165 PS nach der Abgasnorm Euro 6d. Ihre Drehmomente liegen zwischen 300 Nm bei 1.500/min. und 350 Nm bei 1.750/min. Laut Opel sind die Fronttriebler stets mit einem Sechsgangschaltgetriebe ausgestattet. Die mit der letzten Modellpflege beim Fiat Ducato eingeführte Neungangwandlerautomatik von ZF, die in Kürze zusammen mit überarbeiteten Motoren wieder bestellbar ist, wird es also im Movano nicht geben. Das ist für das Busgewerbe sehr bedauerlich.

Dafür soll es ab Ende 2021 den Movano-e geben. Sein 90 kW leistender Elektromotor soll mit einer elektronisch geregelten Höchstgeschwindigkeit wohl die Batterie schonen, die unterhalb des Laderaums zwischen den Achsen untergebracht ist. Sie ist in zwei Größen mit 37 oder 70 kWh zu haben. Für die kleinere gibt Opel nur eine bescheidene Reichweite von 117 km an, für die größere 224 km, mit denen planbare Schüler- oder Behindertenverkehre höchstwahrscheinlich auskommen könnten. Gemessen sind beide Werte jeweils nach der WLTP-Norm.

Über die Lademöglichkeiten hat Opel noch nichts verlauten lassen. Offen ist damit einstweilen auch, ob es eine Schnelllademöglichkeit geben wird. Die elektrische Version soll zusammen mit den Dieselvarianten ab dem Bestellstart bestellt werden können. Wann der sein wird, haben die Rüsselsheimer noch nicht mitgeteilt.

Der Fiat-Konzern und die Peugeot-Gruppe haben im Frühjahr 2021 den Stellantis-Konzern gebildet. Daher ist Fiat Professional nun eine mit Opel eng verwandte Marke. Bislang basierte der Opel Movano auf dem Renault Master.

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