Bayern: 15 Mio. Euro für Ausbau von On-Demand-Verkehren

„Bedarfsorientierte Bedienformen“ – unter dieser Überschrift hat der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter rund 80 kommunalen Vertreterinnen und Vertretern des Freistaats seine Pläne zum ÖPNV-Lückenschluss in ländlichen Regionen vorgestellt und umfassend über die aktuellen Förderangebote für bedarfsgesteuerte Verkehre informiert.

Angebotslücken im ländlichen Raum schließen – Verkehrsminister Christian Bernreiter und seine Mannschaft haben ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um die bayerischen Kommunen bei der Planung und Einführung bedarfsorientierter Bedienformen im ÖPNV bestmöglich zu unterstützen. 15 Mio. Euro Fördermittel sollen den Aufgabenträgern für den Ausbau von On-Demand-Verkehren zur Verfügung stehen, flankiert von Beratungsgesprächen und weiteren Informationsveranstaltungen. (Foto: STMB/Atelier Krammer)
Angebotslücken im ländlichen Raum schließen – Verkehrsminister Christian Bernreiter und seine Mannschaft haben ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um die bayerischen Kommunen bei der Planung und Einführung bedarfsorientierter Bedienformen im ÖPNV bestmöglich zu unterstützen. 15 Mio. Euro Fördermittel sollen den Aufgabenträgern für den Ausbau von On-Demand-Verkehren zur Verfügung stehen, flankiert von Beratungsgesprächen und weiteren Informationsveranstaltungen. (Foto: STMB/Atelier Krammer)
Martina Weyh

„Bedarfsorientierte Bedienformen“ lautete das Thema der Informationsveranstaltung zu der der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter kommunale Vertreterinnen und Vertreter geladen hatte. Die sollen – wie auch in anderen Bundesländern – den ÖPNV auf dem Land verbessern.

Bernreiter stellte den rund 80 Anwesenden ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor, mit dem Kommunen bei der Planung und Einführung bedarfsorientierter Bedienformen bestmöglich unterstützt werden sollen.

ÖPNV-Zukunft auf dem Land heißt On-Demand

Bernreiter und sein Ministerium sind überzeugt, dass bedarfsorientierte Bedienungsformen, d.h. ein ÖPNV auf Bestellung, gerade in ländlichen Räumen ideale Möglichkeiten bietet, ein flexibles und flächendeckendes ÖPNV-Angebot bereitzustellen und damit insbesondere Angebotslücken in bisher unterversorgten ländlichen Regionen zu schließen. Regelmäßige Linienverkehre hingegen sind in ländlichen Regionen nach Ansicht Bernreiters „meist ökonomisch und ökologisch nur bedingt sinnvoll“.

„Die Menschen sollen in ganz Bayern einen attraktiven ÖPNV vorfinden. Wir als Freistaat unterstützen die Aufgabenträger dabei nach Kräften, zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen anzubieten. Flexible Angebote, wie etwa Rufbusse, können helfen, gerade im ländlichen Raum den ÖPNV ansprechender zu machen“, so der bayerische Verkehrsminister.

Fördermittel, persönliche Beratung, Informationsaustausch und Vernetzung

15 Mio. Euro Fördermittel stehen den Aufgabenträgern für die Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum zur Verfügung –  bereits Anfang Juni wurde eine Anpassung der Förderrichtlinie veröffentlicht, die u.a. aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung des Verkehrs, neue Verkehrsformen und Belange des Klimaschutzes stärker berücksichtigt, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung.

Darüber hinaus soll in den kommenden Wochen bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ein Team „Nachhaltige Mobilität“ eingerichtet werden, um Landkreise und Gemeinden in allen Fragen rund um die On-Demand Verkehre bestmöglich zu unterstützen. Außerdem sollen weitere Informationsveranstaltungen folgen.