DB regio will mit ioki On-Demand-Shuttles als Auto-Alternative etablieren

Alternative zum Auto: Als Lückenschluss im ÖPNV sollen Rufdienste groß rauskommen und zum Nahverkehrstarif ans Ziel shutteln, gebündelt per Ride Pooling. Bis 2030 will man 200 Mio. Fahrgäste befördern.

Anschluss unter dieser Nummer: Per App gesteuerte On-Demand-Shuttles sollen immer mehr Bedeutung bekommen und die Lücken im ÖPNV schließen, wie Vorreiter vhh in Hamburg und Schleswig-Holstein vormacht. | Foto: hvv/ioki
Anschluss unter dieser Nummer: Per App gesteuerte On-Demand-Shuttles sollen immer mehr Bedeutung bekommen und die Lücken im ÖPNV schließen, wie Vorreiter vhh in Hamburg und Schleswig-Holstein vormacht. | Foto: hvv/ioki
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Nach vielen erfolgreichen Pilotprojekten speziell auch beim Hamburger HVV hat die DB-Tochter Regio jetzt angekündigt, On-Demand-Services deutlich ausbauen zu wollen. Bisher gibt es die Dienste, die von der DB-Tochter ioki in Kooperation mit regionalen Verkehrsverbünden realisiert werden, nur in 18 Orten. Das sollen deutlich mehr werden. Bis 2030 will der Konzern 200 Millionen Fahrgäste speziell in den Außenbezirken der Ballungsräume und am Land individuell und per App geordert ans Ziel bringen. Jede zweite Fahrt auf dem Land soll in einigen Jahren mit On-Demand-Diensten absolviert werden. Man wolle eine Alternative zum Auto anbieten, erklärte DB-Regio-Chefin Evelyn Palla in Berlin laut Süddeutscher Zeitung. Auch der Ersatz wenig befahrener ÖPNV-Relationen durch die flexiblen Dienste ist denkbar. So will man Kosten sparen. Die Bahn will ihre Services wie bei den bisherigen Projekten als Dienstleister anbieten, die Fahrzeuge sollen unter Verbund-Logo fahren.

Dabei sollen auch zunehmend autonome Fahrzeuge eingesetzt werden. Demnächst startet hierzu ein weiteres Pilotprojekt in Offenbach und Darmstadt, einstweilen aber noch mit Fahrer. Doch auch für den autonomen Betrieb seien die rechtlichen und technischen Möglichkeiten seit den ersten Projekten etwa in Bad Birnbach weiter vorangeschritten, so Palla. Zudem liege Deutschland bei der Schaffung der Rahmenbedingungen weltweit vorn.

Am bisherigen Vorreiterstandort Hamburg will man zügig nachsetzen. Die Hamburger Hochbahn plant, in ein paar Jahren bis zu 10.000 On-Demand-Shuttles einzusetzen. Ab 2024 rollen schon einmal fünf Pilotfahrzeuge, ab 2025 Serienmodelle und ab 2030 könnten tausende Robo-Shuttles durch die Hansestadt rollen, im Wettbewerb, wie die DB prognostiziert.

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