Tirol festigt seine Position als führendes Sommerurlaubsland

Die Sommersaison im Tiroler Tourismus schließt sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist konstant geblieben und liegt weiterhin bei 3,6 Tagen.

In der diesjährigen Sommersaison sind 6,1 Millionen Gäste nach Tirol gekommen – viele davon zum Wandern. (Foto: Tirol Werbung / Klaus Kranebitter)
In der diesjährigen Sommersaison sind 6,1 Millionen Gäste nach Tirol gekommen – viele davon zum Wandern. (Foto: Tirol Werbung / Klaus Kranebitter)
Martina Weyh

In den sechs Monaten von Mai bis Oktober 2018 haben 6,1 Millionen Gäste ihren Urlaub in Tirol verbracht, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 240.000 (4,1 Prozent) entspricht. Die Übernachtungen sind um 600.000 oder 2,9 Prozent auf 21,8 Millionen gewachsen. Verantwortlich für die positive Entwicklung der Tourismusbilanz im sind vor allem die Nachbarn aus Deutschland, deren Übernachtungen um 500.000 (4,6 Prozent) auf 11,8 Millionen kletterten.

Die weiteren wichtigen Herkunftsmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Während die Übernachtungen aus Österreich um 3,2 Prozent auf 2,3 Millionen zulegten, gingen jene aus den Niederlanden um 2,5 Prozent auf 1,5 Millionen zurück. Ein Minus gab es auch bei den Übernachtungszahlen aus der Schweiz, die um 1,3 Prozent auf 1,4 Millionen sanken.

Großen Zuspruchs erfreut sich das Urlaubsland Tirol bei der eigenen Bevölkerung: Tirolerinnen und Tiroler sorgten in der abgelaufenen Sommersaison für mehr als 460.000 Übernachtungen und bilden damit die wichtigste und am stärksten wachsende Gästegruppe aller österreichischen Bundesländer.

Wertschöpfungspotential bietet Luft nach oben

„Eine positive Entwicklung bei Ankünften und Nächtigungen ist erfreulich, steht für uns allerdings schon lange nicht mehr im Vordergrund“, resümiert Tirols Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter das Sommerergebnis. „Viel wichtiger ist uns eine angemessene Wertschöpfung.“ Diese hat das MCI Tourismus für den diesjährigen Sommer nach Abschluss der Saison mit 1,55 Milliarden Euro berechnet, was einer Steigerung gegenüber 2017 um 4,9 Prozent entspricht. Gleichzeitig biete der Sommer in dieser Hinsicht noch Luft nach oben. Das belege der Vergleich der Tagesausgaben: „Wintergäste geben in Tirol durchschnittlich 155 Euro pro Tag aus, Sommergäste 119 Euro.“ Um dieses Potenzial zu heben, gelte es, sich noch stärker in Richtung Qualitätstourismus zu entwickeln und mehr Selbstbewusstsein bei der Preisbildung zu zeigen.

Erfreulich aus Sicht von Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter ist die Kontinuität in der Entwicklung des Sommertourismus. Seit 2009 geht die Nachfrage stetig bergauf. „Mit den aktuellen Werten rücken wir den Zahlen aus den frühen 1990er-Jahre wieder nahe“, so Margreiter.

 

Tourismusjahr: Aufenthaltsdauer verkürzt

Leicht rückläufig ist die Aufenthaltsdauer: Diese ist im Vergleich zum Tourismusjahr 2016/17 um 0,1 Tage auf 4,0 Tage gesunken. Noch deutlicher zeigt sich die Abnahme in der langfristigen Betrachtung, denn der Trend zu kürzeren Reisen hält ungebrochen an. Im Tourismusjahr 2012/13 sind die Gäste im Schnitt 4,4 Tage geblieben, 2007/08 noch 4,8 Tage.

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